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Pressemitteilung vom 12.06.2026    

Kita-Bedarfsplan: Neuwied investiert weiter in den Ausbau der Kinderbetreuung

Mit der Fortschreibung des Kindertagesstätten-Bedarfsplans 2026/2027 hat die Stadt Neuwied dem Stadtrat einen umfassenden Überblick über die aktuelle Betreuungssituation und die geplanten Ausbaumaßnahmen vorgelegt. Der Bericht zeigt: Die Stadt investiert weiterhin in zusätzliche Betreuungsplätze und die Weiterentwicklung ihrer Kindertagesstätten.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Neuwied. In den vergangenen Jahren hat Neuwied den Ausbau der Kinderbetreuung konsequent vorangetrieben. Weitere Projekte befinden sich bereits in der Umsetzung oder in der konkreten Planung. Dazu gehören die Erweiterung der AWO-Kita "Am Schlosspark", der Neubau der evangelischen Kita in Feldkirchen, zusätzliche Plätze in den Einrichtungen Raiffeisenring und Kastanienhof sowie zwei neue Waldangebote. Insgesamt sollen dadurch in den kommenden Jahren mehr als 170 zusätzliche Betreuungsplätze entstehen. "Der Ausbau und die Weiterentwicklung unserer Betreuungsangebote bleiben eine der wichtigsten Aufgaben für unsere Stadt. Wir investieren kontinuierlich in neue Plätze [...]", betont Bürgermeister Peter Jung.

Herausforderung für die Stadt Neuwied
Der Bedarfsplan zeigt zugleich, dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen weiterhin hoch bleibt. Gründe dafür sind unter anderem die positive Bevölkerungsentwicklung und der anhaltende Zuzug nach Neuwied. Aktuell weist die Planung insbesondere im Bereich der Kinder über zwei Jahren einen rechnerischen Fehlbedarf von 348 Plätzen aus. Das liegt vor allem daran, dass der Kita-Ausbau immer anspruchsvoller wird. Neue Plätze entstehen zwar durch Neubauten und Erweiterungen. Ein Teil dieser zusätzlichen Kapazitäten wird jedoch durch neue gesetzliche Vorgaben, veränderte Anforderungen an die Betreuung sowie den Fachkräftemangel wieder aufgezehrt.



Hinzu kommt erschwerend, dass viele Kita-Gebäude in die Jahre gekommen sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in die Sanierung und Modernisierung bestehender Einrichtungen notwendig werden. Die Stadt muss deshalb nicht nur neue Plätze schaffen, sondern gleichzeitig ihre vorhandenen Kindertagesstätten fit für die Zukunft machen. "Der Ausbau von Kita-Plätzen bedeutet heute weit mehr als nur neue Gebäude zu errichten. Wir müssen gleichzeitig bestehende Einrichtungen erhalten und modernisieren", erklärt Jung. Um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein, prüft die Stadt unter anderem die Einrichtung einer Interims-Kita in der Innenstadt. Außerdem arbeitet die Verwaltung daran, den Ausbau der Kinderbetreuung weiter zu beschleunigen und die notwendigen Investitionen langfristig abzusichern.

"Dieser Bedarfsplan verschweigt die Herausforderungen nicht. Er benennt sie offen und nachvollziehbar. Entscheidend ist aber, dass wir nicht bei der Analyse stehen bleiben, sondern konsequent an Lösungen arbeiten", macht Jung deutlich. Der Bürgermeister verweist darauf, dass die Herausforderungen nicht nur Neuwied betreffen, sondern Kommunen in ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Umso wichtiger sei es, frühzeitig zu planen und die notwendigen Investitionen auf den Weg zu bringen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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