Pressemitteilung vom 08.06.2026 
BienenBlütenReich: Linz am Rhein zeigt, wie Artenvielfalt im Stadtbild gelingt
In Linz am Rhein hat sich ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt entwickelt. Was einst mit kleinen Blumenwiesen begann, ist heute ein Vorzeigeprojekt für den urbanen Raum. Die Stadt engagiert sich seit 2017 als Flächenpartner im Projekt BienenBlütenReich und setzt auf heimische Pflanzen- und Tierarten.
Linz am Rhein. Was vor einigen Jahren mit vier kleineren Blumenwiesen begann, hat sich in Linz am Rhein zu einem wegweisenden Projekt für mehr Artenvielfalt im urbanen Raum entwickelt. Seit 2017 ist die Stadt Flächenpartner im Projekt "BienenBlütenReich" des Netzwerks Blühende Landschaft und setzt sich kontinuierlich für die Förderung heimischer Pflanzen- und Tierarten ein.
Einen entscheidenden Impuls erhielt das Engagement durch Ute Köhler vom städtischen Bauhof. Mit ihrem Fachwissen und Einsatz begann sie, nach und nach die innerstädtischen Beete mit heimischen Wildstauden umzugestalten. Heute prägen zahlreiche naturnahe Pflanzungen das Stadtbild und bieten Nahrung und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Insektenarten. "Das Engagement von Ute Köhler und dem gesamten Bauhof sucht seinesgleichen. Die konsequente Umgestaltung innerstädtischer Flächen mit heimischen Wildpflanzen ist ein Ansatz, den bislang nur wenige Städte so konsequent verfolgen", betont Dr. Linda Trein vom Netzwerk Blühende Landschaft.
Einblicke in das Verhältnis zwischen Pflanzen und Tieren
Welche Bedeutung diese Flächen für die Natur haben, konnten Interessierte nun bei einer kostenfreien öffentlichen Führung durch die Stadt erleben. Gemeinsam mit Köhler und Vertreterinnen des Netzwerks Blühende Landschaft wurden verschiedene Beete besucht und deren Rolle für die heimische Tierwelt erläutert. "Mit der kostenlosen Führung möchte ich mich bei den Bürgern für ihren Rückhalt und ihre Akzeptanz gegenüber meiner Arbeit für die Artenvielfalt hier in Linz am Rhein bedanken", so Köhler, Biodiversitätsmanagerin der Stadt Linz am Rhein.
Während der Führung wurde deutlich, wie eng Pflanzen und Tiere miteinander verbunden sind. So dient beispielsweise der in mehreren Beeten gepflanzte Fenchel als wichtige Futterpflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes, einem der größten und schönsten heimischen Schmetterlinge. Solche Zusammenhänge sichtbar zu machen, war ein zentrales Anliegen der Veranstaltung. "Die Leute schützen nur, was sie auch lieben und verstehen und wozu der direkte Bezug in ihrer eigenen Stadt vorhanden ist und sie also täglich daran vorbeilaufen. Deswegen sind diese Führungen so wertvoll. Nur so können Verständnis und Wertschätzung gleichermaßen wachsen und gestärkt werden", erklärt Sabrina von der Heide vom Netzwerk Blühende Landschaft.
Mehr als nur schön anzusehen
Das Interesse an der Führung war groß. Neben Bürgern aus Linz nahmen auch Besucher aus der weiteren Umgebung teil. Für das Team des "BienenBlütenReichs" war die Veranstaltung zugleich ein besonderer Termin im Jubiläumsjahr des Projekts. Mitarbeitende des Netzwerks reisten dafür aus Oberhausen, Lüneburg, Rosenfeld und Berlin an, um die Entwicklung der Linzer Blühflächen kennenzulernen.
Die Stadt Linz am Rhein zeigt damit, wie Kommunen durch eine naturnahe Gestaltung öffentlicher Flächen einen Impuls gegen den Rückgang der Artenvielfalt setzen können. Die zahlreichen Wildstaudenbeete verschönern nicht nur das Stadtbild, sondern schaffen zugleich benötigte Lebensräume für Insekten - direkt vor der Haustür der Bürger. (PM)
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