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Pressemitteilung vom 08.06.2026    

Neuwied passt Jugendhilfe an individuelle Bedarfe an: Stadtjugendamt stellt Sozialraumbeschreibung vor

Die Stadt Neuwied hat eine umfassende Sozialraumbeschreibung erstellt, um die Jugendhilfe individuell an die Bedürfnisse der verschiedenen Stadtteile anzupassen. Diese datenbasierte Analyse soll als strategische Grundlage für zukünftige Entscheidungen dienen.

Neuwieds Jugendhilfeplanerin Jessica Kortus stellte die Sozialraumbeschreibung vor dem Neuwieder Jugendhilfeausschuss vor. (Foto: Teofil Abu-Mansur)

Neuwied. Eine Stadt, 14 Stadtteile und noch mehr Sozialräume - die Stadt Neuwied besteht aus zahlreichen Ortschaften mit jeweils eigenen Geschichten, Identitäten und Strukturen. Aus den lokalen Gegebenheiten, die sich etwa in Engers deutlich von denen in Rodenbach unterscheiden, ergeben sich logischerweise auch ganz verschiedene individuelle Bedarfe in den einzelnen Stadtteilen und Quartieren. Während es in einem Quartier vielleicht an Angebot und Infrastruktur mangelt, kann es andernorts etwa große soziale Unterschiede innerhalb des Stadtteils geben. Um das herauszuarbeiten und in der Jugendhilfe für alle Stadtteile genau da anzusetzen, wo die jeweiligen Herausforderungen vorhanden sind, hat Jessica Kortus - Jugendhilfeplanerin im Neuwieder Stadtjugendamt - eine umfangreiche Sozialraumbeschreibung aufgestellt. Damit soll die Jugendhilfeplanung möglichst passgenau, datenbasiert und vorausschauend gestaltet werden können.

Um ein möglichst differenziertes Bild der Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien in den jeweiligen Stadtteilen zu zeichnen, wurden für die Erstellung der Sozialraumbeschreibung Daten aus unterschiedlichen Quellen systematisch zusammengeführt. So wurden Daten aus der Jugendhilfe, den Kindertagesstätten, dem Einwohnermeldeamt, der Schulgesundheit, der Stadtentwicklung sowie aus Integrations- und Sozialdaten aktiv einbezogen. Für Jugendamtsleiter Bernhard Fuchs belegen die Ergebnisse: "Neuwied verfügt über starke und engagierte Sozialräume, die sich durch gute Bildungs- und Teilhabestrukturen auszeichnen. Zugleich werden aber auch diverse Belastungslagen sichtbar - etwa in den Bereichen Kinderarmut, Sprachförderung, Integration oder bei den Teilhabechancen. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, Angebote in Zukunft noch gezielter, niederschwelliger und besser am jeweiligen Sozialraum abgestimmt weiterzuentwickeln."



"Die vorliegenden Sozialraumbeschreibungen sind mehr als reine Datensammlungen", macht Bürgermeister Peter Jung deutlich. "Vielmehr handelt es sich bei ihnen um eine strategische Grundlage für künftige politische Entscheidungen, fachliche Schwerpunktsetzungen und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe in unserer Stadt." Damit erfüllt das Neuwieder Stadtjugendamt auch ein Ziel, welches sich Neuwied im Rahmen des Aktionsplans "Kinderfreundliche Kommune" selbst auferlegt hat und schafft aus "losen" Datensätzen eine fundierte Grundlage für zukünftige konkrete, zielgerichtete Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Kinder- und Jugendhilfe. (PM)


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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