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Pressemitteilung vom 03.06.2026    

Junges Unternehmernetzwerk Neuwied fordert in Berlin wirtschaftspolitische Reformen

Vertreter des Jungen Unternehmernetzwerks Neuwied reisten für intensive Gespräche nach Berlin, um die Anliegen des Mittelstands direkt an politische Entscheidungsträger heranzutragen. Dabei machten sie auf dringende Probleme aufmerksam und forderten konkrete Maßnahmen.

Foto: Tjark Thönßen (Büro Ellen Demuth)

Neuwied. An drei Tagen im Mai nutzten Mitglieder des Jungen Unternehmernetzwerks Neuwied ihren Aufenthalt in Berlin, um sich mit Politikern und Interessenvertretungen auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Herausforderungen, denen der Mittelstand gegenübersteht, sowie Forderungen nach wirtschaftspolitischen Verbesserungen.

Ein bedeutender Termin war das Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth, bei dem ein gemeinsames Forderungspapier übergeben wurde. Maren Hassel-Kirsche, Mitglied des Netzwerks und Hauptaktionärin der AG für Steinindustrie, kritisierte: "Deutschland verliert im internationalen Wettbewerb zunehmend den Anschluss, weil politische Entscheidungen zu langsam getroffen und wirtschaftliche Realitäten zu oft ignoriert werden." Sie betonte die täglichen Schwierigkeiten der Unternehmen mit Bürokratie, langwierigen Verfahren und fehlender Planungssicherheit. "Das schwächt den Standort spürbar. Wir erwarten endlich konkrete Reformen statt weiterer Ankündigungen."

In den Gesprächen wurde deutlich, dass viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer den Eindruck haben, dass der Mittelstand bei politischen Entscheidungen oft nicht ausreichend berücksichtigt wird. "Der Mittelstand wird in politischen Sonntagsreden regelmäßig als Rückgrat der Wirtschaft gefeiert, in der Praxis aber zu selten konsequent mitgedacht", sagte Hassel-Kirsche. Die steigenden Anforderungen und Kosten ohne echte Entlastungen seien nicht tragfähig und gefährdeten langfristig Innovationskraft und Arbeitsplätze.




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Auch beim Austausch mit Robin Borrmann und Gerrit Gramer von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) wurden die notwendigen Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum diskutiert. Der Bedarf an schnelleren Verfahren, weniger Regulierung und verlässlichen politischen Leitlinien wurde hervorgehoben.

Die Delegation besuchte zudem eine Plenarsitzung im Deutschen Bundestag, wo erneut die Bedeutung schneller und verlässlicher politischer Entscheidungen für die Wirtschaft unterstrichen wurde. Viele Herausforderungen seien seit Jahren bekannt, weshalb nun deren Umsetzung dringend sei.

Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsführerin Altenkirchen und Neuwied, fasste zusammen: "Junge Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und die wirtschaftliche Zukunft aktiv mitzugestalten. Der direkte Austausch in Berlin war wichtig, um die Herausforderungen des Mittelstands klar anzusprechen und konkrete Verbesserungen einzufordern." PM/Red


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