Pressemitteilung vom 02.06.2026 
Unterstützte Kommunikation als Schlüssel zur Teilhabe
Im Heinrich-Haus fand am vergangenen Freitag (30. Mai 2026) die Feier zum Josefstag mit über 150 Gästen statt. Kathrin Klapper, Wissenschaftlerin an der Universität zu Köln und selbst Nutzerin "Unterstützter Kommunikation", hielt einen eindrucksvollen Vortrag. Sie betonte die Bedeutung von Unterstützter Kommunikation für die gesellschaftliche Teilhabe.
Neuwied. Die alljährliche Feier zum Josefstag im Heinrich-Haus zog mehr als 150 Gäste an. Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Kathrin Klapper, einer ehemaligen Schülerin der Christiane-Herzog-Schule und jetzigen Wissenschaftlerin an der Universität zu Köln. Klapper, die seit ihrem zehnten Lebensjahr aufgrund ihrer Zerebralparese einen Sprachcomputer nutzt, sprach über die Bedeutung der Unterstützten Kommunikation (UK) für Menschen mit eingeschränkter Lautsprache.
Klapper erklärte, dass Unterstützte Kommunikation weit über technische Hilfsmittel hinausgeht. Sie unterstrich, dass kommunikative Teilhabe von individuellen Fähigkeiten, geeigneten Kommunikationssystemen und einem unterstützenden Umfeld abhängt. In ihrem Appell an die anwesenden Vertreter aus Politik, Leistungsträgern und Einrichtungen forderte sie, Unterstützte Kommunikation als Grundrecht anzuerkennen und nachhaltig zu finanzieren.
Am Infostand der Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation standen Mitarbeitende des Heinrich-Hauses bereit, um Fragen zu klären und die Funktionsweise der Systeme zu erläutern. Kathrin Klapper nutzte die Gelegenheit, um sich mit den interessierten Gästen auszutauschen. Die Feier hat sich zu einem wichtigen jährlichen Treffen entwickelt, bei dem aktuelle Themen der Eingliederungshilfe diskutiert werden. (PM/Red)
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