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Pressemitteilung vom 29.05.2026    

Aktualisiert: Bürgerumfrage zur Ortsentwicklung in Rheinbreitbach

Die Bürger von Rheinbreitbach haben sich zahlreich an einer Umfrage zur Ortsgestaltung beteiligt. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild der Wünsche und Prioritäten der Einwohner. Auch die Burg Steineck steht im Interesse. Eine Initiative sammelte Unterschriften gegen den Verkauf.

KI-generiert: Burg Steineck mit harmonischen Umbauten. (Quelle: Thomas Napp)

Rheinbreitbach. Die vom Regionalverband Unteres Mittelrheintal des Architekturvereins Stadtbild Deutschland initiierte Bürgerumfrage zur Ortsgestaltung und Baukultur in Rheinbreitbach stößt weiterhin auf großes Interesse. Innerhalb von vier Wochen nahmen rund 300 Bürger an der Befragung teil.

Ein Auslöser der Umfrage war die öffentliche Diskussion um den möglichen Abriss der Burg Steineck in der Simrockstraße. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Thema Ortsbild und Baukultur viele Menschen im Ort beschäftigt. Rund 68 Prozent der Teilnehmer bewerten den möglichen Abriss der Burg Steineck negativ oder eher negativ.

Bürger gegen den Verkauf der Burg
Ein Bürgerbegehren setzt sich dafür ein, das Grundstück der Burg Steineck nicht zu
verkaufen, sondern im Eigentum der Ortsgemeinde Rheinbreitbach zu belassen und für eine gemeinwohlorientierte Nutzung zu verpachten. Dadurch bliebe die Entwicklung des
Areals in kommunaler Hand. Eine Unterschriftenliste wurde der Verbandsgemeinde bereits am 22. Mai vorgelegt. Die Initiatorinnen Inna Averyanova und Mona Stauf hoffen, dass der Rückhalt in der Bevölkerung bei den kommenden Entscheidungen berücksichtigt wird.

Neubauten sollten mit der Umgebung harmonieren
Die Umfrage hatte aber noch weitere, verwandte Themen: Besonders deutlich wird das Ergebnis nämlich auch bei der Frage zur zukünftigen Gestaltung neuer Gebäude. Etwa 74 Prozent wünschen sich, dass Neubauten harmonisch in die bestehende Umgebungsbebauung integriert werden. Nur etwa 6 Prozent befürworten eine Architektur, die bewusst mit dem Bestehenden bricht.

Der Wunsch nach einer stärkeren Förderung historischer Bauelemente ist ebenfalls klar erkennbar: Fast 80 Prozent der Teilnehmer unterstützen eine intensivere Förderung und Wiederherstellung historischer Elemente wie Fachwerk oder Stuck.




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Weiterhin gibt es eine überraschend hohe Zustimmung zu Maßnahmen der Begrünung und nachhaltigen Ortsentwicklung. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer sprechen sich für die Offenlegung des Breitbachs durch den Innerort aus. Auch sogenannte "grüne Spurrinnen" als alternative Straßenraumgestaltung finden Zustimmung: Rund 57 Prozent halten diese insbesondere in weniger befahrenen Seitenstraßen für sinnvoll.

Mehrheit möchte den Charakter des Ortskerns bewahren
Ebenso befürworten rund 65 Prozent der Teilnehmer eine stärkere Förderung nachhaltiger und regionaler Baustoffe wie Holz, Lehm oder Bruchstein. Bemerkenswert ist zudem das Ergebnis zur möglichen Einführung einer Gestaltungssatzung. Eine leichte Mehrheit spricht sich für verbindliche Regeln zur Gestaltung neuer Gebäude aus. Dabei zeigt sich, dass die Zustimmung nicht nur von außerhalb des historischen Ortskerns kommt. Auch viele Bürger aus dem Innerort beteiligten sich an der Umfrage und unterstützten eine Gestaltungssatzung. Dies widerspricht der häufig geäußerten Behauptung, vorwiegend die Bewohner des Innerortes würden solche Regelungen grundsätzlich ablehnen.

Die Umfrage verdeutlicht, dass viele Bürger eine Weiterentwicklung Rheinbreitbachs wünschen, die modernen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig den Charakter des Ortes bewahrt.

Interessierte können die vollständigen Umfrageergebnisse nach Kontakt per E-Mail an unteres-mittelrheintal@stadtbild-deutschland.org einsehen.


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