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Nachricht vom 29.05.2026    

Public Viewing zur Fußball-WM: Rheinland-Pfalz zwischen Vorsicht und Hoffnung

Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, doch in Rheinland-Pfalz halten sich die großen Public Viewing-Veranstaltungen bisher in Grenzen. Trotzdem hoffen Gastronomen auf ein Sommermärchen 2.0 und setzen auf spontane Entscheidungen.

Sommermärchen 2.0? So läuft's mit Public Viewing zur WM . Foto: Christoph Soeder/dpa

Mainz. In knapp zwei Wochen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft, und die deutsche Nationalmannschaft startet am 14. Juni um 19 Uhr ins Turnier. Die weiteren Vorrundenspiele finden am 20. und 25. Juni jeweils ab 22 Uhr statt. Doch wie sieht es mit dem WM-Fieber in Rheinland-Pfalz aus? Eine Umfrage zeigt, dass große Public Viewing-Events in den Städten des Bundeslandes derzeit nicht geplant sind. Dennoch gibt es zahlreiche Kneipen und Biergärten, die Spiele übertragen wollen - teilweise sogar in größerem Stil.

Dehoga-Präsident Gereon Haumann appelliert an die Gastronomiebranche, noch kurzfristig in das Gemeinschaftserlebnis zu investieren: "Wir ermuntern unsere Betriebe, jetzt auch last minute doch noch in 'Mini-Stadien' zu zelebrieren." Trotz der späten Anstoßzeiten durch die Zeitverschiebung nach Kanada, Mexiko und in die USA ist Haumann optimistisch, dass viele Betriebe einsteigen werden, besonders bei potenziellen Erfolgen der deutschen Mannschaft. Derzeit sei das WM-Fieber jedoch noch verhalten: "Im Moment würde ich sagen: Still ruht der See."

In Mainz gibt es kein großes öffentliches Public Viewing, seit Deutschland 2006 Gastgeber war. Stattdessen setzen viele lokale Gastronomen auf kleinere Veranstaltungen. So wird die Halle 45 zur "WM Arena" mit Live-Übertragungen auf einer großen Leinwand, und im Biergarten des Favorite Parkhotels werden alle Spiele der deutschen Mannschaft gezeigt. Auch weitere Mainzer Locations bieten Übertragungen an. Laut Stadtsprecher wird es keinen Mangel an Orten geben, die bestimmte Spiele zeigen - auch mit großen Bildschirmen.



In Trier ist bisher nur eine größere Veranstaltung beim Flieten Franz am Zurlaubener Moselufer geplant. Inhaber Max Laux hat für bis zu 2.000 Gäste vorgesorgt und plant, bei Bedarf zusätzliche Genehmigungen für Spiele nach 22 Uhr zu beantragen. In Koblenz ist eine Public Viewing-Veranstaltung im Biergarten am Deutschen Eck vorgesehen, wobei die Stadt prüft, ob öffentliche Übertragungen bis zu einer bestimmten Uhrzeit ermöglicht werden können.

Ludwigshafen plant ebenfalls keine großen Events, aber auch hier sind Gastronomen bereit, kurzfristig zu reagieren. In der Pfalz, etwa in Sankt Martin und Landau, werden Spiele in speziellen Locations gezeigt.

Dehoga-Präsident Haumann gibt den Betrieben Tipps, wie sie trotz der Herausforderungen erfolgreich Public Viewing anbieten können. Dazu gehören technische Ratschläge, Genehmigungen sowie flexible Angebote wie Late-Night- oder Frühstücks-Public-Viewing. Haumann betont die Bedeutung einer positiven Grundstimmung im Land, die durch erfolgreiche Spiele der deutschen Mannschaft entstehen könnte.

Gastronom Laux aus Trier erklärt das Zögern vieler Kollegen mit dem finanziellen Risiko: "Ein Spieltag kostet mich allein an Auslagen 5.000 bis 6.000 Euro." Das Risiko müsse man bereit sein, einzugehen, auch wenn das Wetter unberechenbar bleibt. (dpa/bearbeitet durch Red)


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