Pressemitteilung vom 28.05.2026 
Tourismus im Kreis Neuwied setzt auf Camping und digitale Sichtbarkeit
Beim touristischen Netzwerktreffen in Leutesdorf ging es um Zukunftsfragen, die viele Betriebe direkt betreffen. Im Mittelpunkt standen wachsende Campingangebote, veränderte Erwartungen der Gäste und die Frage, wie touristische Angebote im digitalen Raum besser sichtbar werden.
Leutesdorf. Beim jüngsten Netzwerktreffen des Touristischen Arbeitskreises und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neuwied standen Trends und Zukunftsthemen im Tourismus im Mittelpunkt. Veranstaltungsort war der Campingplatz in Leutesdorf. Nach der Begrüßung durch Anja Arenz von der Kreis-Wirtschaftsförderung und Bürgermeister Jan Ermtraud befassten sich die rund 30 Teilnehmer aus Tourismus, Wirtschaft und regionalen Betrieben mit den wachsenden Campingangeboten sowie mit der Bedeutung digitaler Sichtbarkeit für touristische Leistungsträger. Damit griff die Veranstaltung zwei Themen auf, die für die weitere Entwicklung der Branche im Kreis eine wichtige Rolle spielen.
Camping und Gästeverhalten im Wandel
Moderatorin Simone Osteroth vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Leutesdorf führte mit praxisnahen Interviews durch das Programm. Ziel war es, aus den Erfahrungen der Betriebe konkrete Anregungen für die Weiterentwicklung touristischer Angebote zu gewinnen. Dabei wurde am Beispiel des Campingplatzes Leutesdorf deutlich, wie sich die Bedürfnisse der Gäste verändern und wie stark sich das Angebot in diesem Bereich erweitert hat.
Im Blick standen dabei die beeindruckenden Zuwachsraten bei Campingplätzen sowie die zunehmende Vielfalt der Angebote. Die Gespräche zeigten, dass sich touristische Betriebe stärker an neue Erwartungen anpassen müssen. Dazu gehören flexible Angebote, zeitgemäße Services und eine gute Auffindbarkeit im Internet. Gerade im Tourismus reicht es nach Einschätzung der Beteiligten nicht mehr aus, allein mit einem guten Angebot vor Ort zu überzeugen. Auch die Präsentation nach außen wird immer wichtiger.
Digitale Sichtbarkeit als Schlüsselfrage
Ein besonderer Schwerpunkt des Treffens lag auf der Frage, wie Betriebe ihre Sichtbarkeit im digitalen Raum verbessern können. Stefan Jedele von der Romantischer Rhein Tourismus GmbH erläuterte dazu die Bedeutung von Open Data, Online-Buchbarkeit und strategischer Sichtbarkeit. Diese Faktoren wurden als wichtige Grundlage für künftige touristische Angebote und Dienstleistungen beschrieben.
Auch Landrat Achim Hallerbach verwies in diesem Zusammenhang auf die tourismuspolitischen Absichtserklärungen der neuen Landesregierung in Mainz. Nach seiner Darstellung sieht der Koalitionsvertrag vor, die Tourismusstrategie zu evaluieren, weiterzuentwickeln und konsequent umzusetzen. Zudem sollen digitale Tourismusplattformen Angebote besser vernetzen und ihre Sichtbarkeit erhöhen. Der Landkreis wolle diese Vorhaben aufmerksam und kritisch-konstruktiv begleiten.
Austausch nach dem Fachprogramm
Anja Arenz betonte die Bedeutung engagierter Betriebe und verwies darauf, dass touristische Angebote nicht nur qualitativ überzeugen, sondern auch sichtbar sein müssten. Veranstaltungen wie das Netzwerktreffen seien wichtig, um Wissen weiterzugeben, neue Impulse zu setzen und die Zusammenarbeit in der Region zu stärken.
Im Anschluss an das fachliche Programm nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken. Den Abschluss bildete ein Besuch der Hubertusburg mit einer kleinen Weinverkostung beim Weingut Rebenwächter sowie der Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen. Damit endete ein Treffen, das aktuelle Entwicklungen im Tourismus aufgriff und zugleich Raum für direkte Gespräche bot. (PM/bearbeitet durch Red)
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