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Pressemitteilung vom 27.05.2026    

Ertrinken im Freibad: Schwimmmeister erschüttert über Todesfälle

Zwei tragische Vorfälle in rheinland-pfälzischen Freibädern haben die Schwimmmeister des Landes tief getroffen. Die jüngsten tödlichen Badeunfälle werfen Fragen auf und zeigen, wie wichtig Aufsicht und Prävention sind.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Niederwerth. Zwei Badetote nach einem Freibad-Besuch: Die Vorfälle vom vergangenen Wochenende haben Schwimmmeister im ganzen Land schockiert und betroffen gemacht. "Das ist das Worst-Case-Szenario, von dem wir hoffen, dass es nie passiert", sagt Christian Meinecke, stellvertretender rheinland-pfälzischer Landesvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister, der Deutschen Presse-Agentur in Niederwerth. "Jeder Tote ist ein Toter zu viel, der ins Schwimmbad gegangen ist. Unabhängig davon, ob das ein Elfjähriger oder ein 99-Jähriger ist." Die meisten Freibäder hätten erst am 1. Mai geöffnet. "Wir haben Saisonanfang. Und jetzt haben wir schon zwei Tote. Das ist eigentlich unvorstellbar", fügte er hinzu. Noch seien die Hintergründe unklar, die Ermittlungen liefen.

Am Wochenende ist in einem Freibad in Ludwigshafen ein vierjähriger Junge wahrscheinlich ertrunken. Er wurde leblos im Wasser gefunden. Und im Freibad in Birlenbach (Rhein-Lahn-Kreis) wurde ein Elfjähriger aus dem Wasser gerettet und ins Krankenhaus gebracht, dort starb er. "Natürlich wollen wir immer, dass unsere Badegäste, wenn sie lachend, fröhlich ins Schwimmbad kommen, dieses auch lachend, fröhlich und lebend wieder verlassen", sagte Meinecke, der selbst Betriebsleiter in Boppard ist. Aber man werde nicht verhindern können, dass nie etwas passiere. Kinder, die nicht schwimmen könnten, müssten auf jeden Fall durchgehend von ihren Eltern beaufsichtigt werden - auch wenn sie Schwimmhilfen tragen. "Der Schwimmmeister ist kein Babysitter. Das sagen wir immer wieder", betonte Meinecke. Und: "Unser Job sind die Schwimmer und nicht die Nichtschwimmer."




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Während beim Schwimmerbecken eine Aufsicht da sein müsse, sei das im Nichtschwimmerbereich nicht der Fall. Teils gebe es Bäder, in denen beide Bereiche eng nebeneinander seien: Da könnte man dann beides gut im Blick haben. In anderen Bädern gebe es aber räumliche Trennungen.

Meinecke, der auch Vizepräsident im Bundesverband ist, appellierte an seine Kollegen, ihren Job weiterhin richtig und gutzumachen. Aber: "Je nach Größe des Bades können wir nicht alles sehen." Am Becken stehen, dann die Technik oder Erste Hilfe auf der Wiese: Es sei schwierig, überall vor Ort präsent zu sein. Hinzu kommen immer wachsende Anforderungen und ein Mangel an Fachkräften. Da seien die Kommunen als Badbetreiber gefragt. (dpa/bearbeitet durch Red)


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