Pressemitteilung vom 23.05.2026 
Doppelerfolg für Kreis Neuwied: Jugendliche gewinnen bei "bunt statt blau"
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne "bunt statt blau" gegen Rauschtrinken haben sich zwei Schülerinnen aus dem Landkreis Neuwied durchgesetzt. Ihre Plakate überzeugten die Jury mit kreativen und eindringlichen Botschaften.
Dierdorf/Rheinbrohl. Im Rahmen der DAK-Kampagne "bunt statt blau" wurden die besten Plakate gegen Rauschtrinken ausgezeichnet. Mehr als 6.000 Schüler aus ganz Deutschland nahmen an dem Wettbewerb teil. In Rheinland-Pfalz gingen die ersten beiden Plätze an Teilnehmerinnen aus dem Landkreis Neuwied.
Karolin Petzold, eine 14-jährige Schülerin des Martin-Butzer-Gymnasiums in Dierdorf, gewann den ersten Platz. Sie beschreibt ihre Idee folgendermaßen: "Mit meinem Bild möchte ich zeigen, wie Alkohol Menschen einschränkt und gefangen nimmt. Die blauen Personen im Hintergrund verdeutlichen, wie sehr Alkoholabhängigkeit belastet und innerlich zerstört. Die bunten Teile meines Bildes zeigen, dass das Leben unzählige und vielfältige Alternativen bietet, die der Alkohol(missbrauch) einem verwehrt. Meine Illustration soll Jugendliche dazu aufrufen, ihre Zukunft 'bunt' zu gestalten, anstatt sie sich 'blau' zu versperren."
Anna Zmudowski, 16 Jahre alt und Schülerin der Römerwall-Schule in Rheinbrohl, belegte den zweiten Platz. Ihr Plakat zeigt, dass jeder Mensch vor einer Entscheidung steht: "Mein Bild zeigt, dass jeder Mensch vor einer Entscheidung steht: ein Leben voller Farben oder eines, welches grau und begrenzt ist. Alkohol kann kurzfristig wirken, aber er nimmt dir auf Dauer Zeit, Freude und Leichtigkeit. Die bunten Elemente im Bild stehen für ein lebenswertes Leben, welches gefüllt ist mit Freude, Hobbys und Freiheit."
Die Preise und Urkunden wurden von Gesundheitsminister Clemens Hoch und DAK-Landeschef Rainer Lange in Mainz übergeben. Minister Hoch betonte die Bedeutung der Präventionsarbeit: "Jugendliche bekennen Farbe für einen reflektierten Umgang mit dem Thema Alkohol. Kampagnen wie 'bunt statt blau' zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltig Präventionsarbeit wirken kann."
Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
Laut Statistischem Landesamt sank die Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung in Rheinland-Pfalz um rund acht Prozent auf 474 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit waren es 2024 etwa 8.700 Kinder und Jugendliche, was einen Rückgang von 5,3 Prozent darstellt und den niedrigsten Stand seit 2001 markiert.
Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schüler bei "bunt statt blau" gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten "bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.
Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Hendrik Streeck, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) Prof. Dr. Reiner Hanewinkel die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2026. Die Bundessiegerehrung findet am 2. Juni in Berlin statt.
17 Auflage "bunt statt blau"
"bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" 2025 ist bereits die siebzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 über 149.000 Schüler an der Aktion teilgenommen. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder online auf der DAK-Webseite. (PM/Red)
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