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Nachricht vom 20.05.2026    

Frauen und Geld - ein brisantes Thema

Von Helmi Tischler-Venter

Etliche Männer meinen, Frauen könnten gut Geld ausgeben. Aber können sie es auch gut verdienen? Die Realität zeigt, dass Frauen gegenüber männlichen Arbeitnehmern immer noch benachteiligt sind, trotz gleicher Qualifikation. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hatte die Sparkasse Neuwied am Dienstag, dem 19. Mai, zu einem Frauenabend eingeladen mit dem Motto „Money Matters - Finanzpower für Frauen“.

Von links: Anke Krumbach, Jana Bobisch, Anna Reimann und Tino Wilhelm. Fotos: Helmi Tischler-Venter

Neuwied. Anke Krumbach, zuständig für die Unternehmenskommunikation der Sparkasse, freute sich bei der dritten Veranstaltung für Frauen über eine Rekordbeteiligung, die zeigte, dass viel Informationsbedarf besteht. Jana Bobisch, Kundenberaterin für junge Kunden, wies auf die Tatsache hin, dass Frauen 18 Prozent weniger Gehalt verdienen als Männer in gleicher Position.

Die Bankfachfrauen hatten mit Anna Reimann und Tino Wilhelm zwei Referenten von der Provinzial Versicherung eingeladen, die anschaulich und eindringlich die Wichtigkeit finanzieller Vorsorge erläuterten. Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt, aber fehlende Absicherung führt in die Armut. Denn die 18 Prozent Minus beim Verdienst führen zu einem Rentenminus von 34 Prozent. Altersarmut ist weiblich. Drei Faktoren treiben die Negativspirale an: Neben dem Einkommensunterschied sind es Karriereunterbrechungen wegen Kindern oder anderer Care-Arbeit. Die Statistik zeigt, dass 47 Prozent der Frauen bis zum Rentenalter in Teilzeit arbeiten und 66 Prozent der Personen, die Angehörige pflegen, Frauen sind. Hinzu kommt ständig steigende Lebenserwartung. Die Menschen werden acht bis neun Jahre länger leben, als sie jetzt denken. Heute gibt es bereits etwa 26.000 Hundertjährige in Deutschland, im Jahr 2035 werden es etwa 100.000 Menschen sein. Die Lebenserwartung steigt weltweit stetig an, pro Jahrzehnt um 2,5 Jahre.



Der Generationenvertrag, gemäß dem arbeitende Menschen die Menschen im Ruhestand finanzieren, funktioniert nicht mehr, weil seit Jahren zu wenige Kinder geboren werden, die in Berufe gehen können. Selbst bei einer hohen Zuwanderungsrate werden absehbar bald viele junge Arbeitnehmer fehlen. Umso wichtiger ist eine private Finanzvorsorge.

Jeder hat ganz individuelle Bedürfnisse, sei es Flexibilität, Sicherheit, Steuervorteile oder Rendite. Einig waren sich die Referenten mit dem Appell: Lassen Sie sich beraten!

Die Besucherinnen hatten gleich vor Ort Gelegenheit zu einem kostenfreien Gespräch. Sie konnten auch noch gemütlich verweilen bei leckeren Getränken und Speisen. Eine Fotobox und Goodiebags ergänzten das Verwöhnprogramm. htv


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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