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Pressemitteilung vom 15.05.2026    

Bahnhof Engers bleibt trotz Modernisierung weiter nicht barrierefrei

Im Neuwieder Stadtteil Engers wächst die Kritik an den Plänen für den Bahnhof. Trotz angekündigter Modernisierung soll die für barrierefreies Ein und Aussteigen nötige Bahnsteighöhe nicht kommen. Damit bleibt ein zentrales Problem für viele Betroffene bestehen.

(Fotoquelle: Martin Hahn)

Neuwied. Der Stadtteil Engers gilt seit Jahren als Schwerpunktstandort für Menschen mit Behinderung. Dort befinden sich mit Einrichtungen der Josef-Gesellschaft und der Lebenshilfe des Kreis Neuwied wichtige Angebote. Seit langer Zeit gibt es deshalb Forderungen, den Bahnhof in Engers barrierefrei umzubauen.

Barrierefreiheit bleibt aus
Bei der Vorstellung der Sanierung der rechten Rheinstrecke am Mittwoch erklärte die Bahn AG in einer Video-Konferenz auf Nachfrage, dass der Bahnhof Engers zwar modernisiert wird. Die notwendige Bahnsteighöhe von 76 cm für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg ist nach diesen Angaben jedoch nicht vorgesehen.

Die angekündigte Modernisierung reicht damit aus Sicht der Kritiker nicht aus. Entscheidend für einen selbstständigen Zugang zum Zug wäre gerade die passende Bahnsteighöhe. Vor allem an einem Standort mit vielen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung hat dieser Punkt eine besondere Bedeutung.




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Folgen für viele Betroffene
Aus Sicht der Kritiker bleibt damit ein zentrales Problem ungelöst. Menschen mit Behinderung sind weiterhin auf Unterstützung angewiesen, statt selbstständig reisen zu können. Für mehrere Hundert Betroffene in Engers ändert sich damit trotz umfangreicher Baumaßnahmen nichts an der Abhängigkeit im Alltag.

Während bundesweit über Inklusion gesprochen wird, bleibt sie vor Ort nach dieser Darstellung unvollständig. Auch in Zukunft wird am Bahnhof Engers weiter Rampenhilfe nötig sein, obwohl eine umfassende Modernisierung angekündigt wurde. (PM/bearbeitet durch Red)


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