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Aberglaube und Rituale am Spieltisch im Casino
ANZEIGE 18+ | Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Aberglaube begleitet Glücksspiele seit Jahrhunderten und zeigt sich bis heute an den Tischen im Casino. Spieler pusten auf Würfel, berühren rote Kleidungsstücke oder zählen Chips in bestimmter Reihenfolge, und auch Besucher der Seite Casoola Casino berichten in Foren von persönlichen Ritualen vor dem ersten Einsatz. Diese Bräuche wechseln stark je nach Herkunftsland und kultureller Prägung. Manche Gesten reichen bis ins Mittelalter zurück, andere entstanden erst im 20. Jahrhundert in den Spielhallen von Las Vegas.
Bräuche aus Asien
In chinesischen Spielorten wie Macau spielt die Zahlenmystik eine zentrale Rolle. Die Acht gilt als Glückszahl, weil ihr Klang dem Wort für Wohlstand ähnelt. Die Vier hingegen meiden viele Gäste, da sie phonetisch an das Wort für Tod erinnert. Hotels in Macau verzichten oft auf eine vierte Etage oder nummerieren Zimmer ohne diese Ziffer.
Farben und Kleidung
Rote Kleidung trägt laut chinesischem Glauben Glück herbei. Viele Stammgäste erscheinen deshalb in roten Hemden, Krawatten oder Unterhemden zum Baccarat-Tisch. Schwarze Kleidung gilt dagegen als ungünstig. Auch bestimmte Schmuckstücke wie Jadeanhänger sollen böse Einflüsse fernhalten.
Westliche Traditionen
In Europa und Nordamerika haben sich andere Bräuche entwickelt. Folgende Beispiele tauchen immer wieder an den Tischen auf:
● Auf Würfel pusten vor dem Wurf.
● Mit der dominanten Hand keine Chips berühren, solange die Karten liegen.
● Beim Roulette die gleiche Zahl mehrere Runden hintereinander setzen.
● Den Stuhl nicht wechseln während einer Glückssträhne.
● Fremden nicht die Schulter tätscheln, da dies angeblich das Glück raubt.
Besonders das Pusten auf Würfel hat eine interessante Geschichte. Schon im alten Rom hauchten Soldaten ihre Knöchelchen an, bevor sie würfelten. Der Brauch sollte böse Geister vertreiben und positive Energie übertragen. In modernen Craps-Hallen sehen viele Casinos das Pusten aus Hygienegründen jedoch nicht mehr gern.
Die Rolle von Zahlen
Die Sieben gilt im angloamerikanischen Raum als Glückszahl, während die Dreizehn oft als Unglückszahl wahrgenommen wird. Einige Spielhäuser in Nevada verzichten sogar auf Tisch Nummer 13. Beim Roulette favorisieren viele Besucher hingegen ihre Geburtstagszahlen oder Jahrestage. Diese persönlichen Zahlen bleiben über Jahre stabil, selbst wenn sie statistisch nicht öfter fallen als andere.
Kuriose Rituale einzelner Spieler
Manche Bräuche wirken auf Aussenstehende seltsam, werden aber strikt befolgt. Der ungarische Poker-Profi Peter Eastgate trug 2008 beim Gewinn der World Series of Poker einen alten Pullover seines Vaters. Der Australier Joe Hachem klopfte vor jeder wichtigen Hand dreimal auf den Tisch. Bekannt ist auch der Fall eines Roulette-Spielers in Monte Carlo, der 1913 beobachtete, wie Schwarz 26-mal hintereinander fiel. Gäste verloren damals Millionen, weil sie dem Ritual folgten, bei langen Serien auf einen Wechsel zu setzen.
Zwischen Kultur und Zufall
Aberglaube beeinflusst zwar keine mathematischen Wahrscheinlichkeiten, prägt aber die Atmosphäre in jedem Casino. Rituale geben Spielern ein Gefühl der Kontrolle über rein zufällige Abläufe. Forscher der Universität Köln beschrieben 2010 diesen Effekt als "Illusion der Handlung", die beim Menschen Stress reduziert. So bleibt Aberglaube ein faszinierender Teil der Glücksspielkultur, unabhängig davon, ob die Würfel in Macau, Monaco oder auf einem Bildschirm rollen. (prm)
Hinweis zu den Risiken von Glücksspielen:
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und nutzen Sie bei Bedarf Hilfsangebote wie die Suchtberatung (Link: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Glücksspielsucht).
















