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Pressemitteilung vom 12.05.2026    

Zweite Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz: Erwartung an Arbeitgeber

Vor der zweiten Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 13. Mai 2026, herrscht Spannung. Die Gewerkschaft ver.di fordert von den Arbeitgebern ein ernsthaftes Angebot, nachdem die erste Runde ohne Ergebnis blieb.

(Foto: ver.di)

Rheinland-Pfalz. Am Mittwoch, 13. Mai, steht die zweite Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz an. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erwartet von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot. In der ersten Verhandlungsrunde Ende April hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Erstmals wurde am Montag (11. Mai) in Hamburg ein Vorschlag präsentiert, der bei einer Laufzeit von 24 Monaten sechs Nullmonate, gefolgt von einer Erhöhung um zwei Prozent ab dem 1. November 2026 und nach weiteren drei Nullmonaten nochmals 1,5 Prozent vorsieht. Die Ausbildungsvergütungen sollen analog steigen.

Die Gewerkschaft ver.di hält diesen Vorschlag für unzureichend. Angesichts der hohen Belastungen im Handel, der anhaltenden Preissteigerungen und der wirtschaftlichen Entwicklung sei dies kein angemessenes Angebot. Monika Di Silvestre, ver.di-Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin, erklärt: "Viele Beschäftigte haben längst das Gefühl, dass von ihnen immer mehr erwartet wird, beim Einkommen aber auf der Bremse gestanden wird. Genau dieses Missverhältnis liegt jetzt auf dem Tisch."



Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Situation: Eine Verkäuferin in Rheinland-Pfalz mit einem Bruttogehalt von 3.219 Euro würde unter Berücksichtigung der Nullmonate nach 24 Monaten nur eine tatsächliche Erhöhung von 15,63 Euro erfahren, was lediglich 0,48 Prozent entspricht. Dies kann die Inflation nicht ausgleichen und bedeutet einen Reallohnverlust.

Ver.di fordert weiterhin 225 Euro mehr Lohn und Gehalt pro Monat, 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Ausbildungsjahr sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die Beschäftigten erwarten, dass die Arbeitgeberseite in der bevorstehenden Verhandlung ihrer Verantwortung gerecht wird und ein Angebot vorlegt, das diesen Anforderungen entspricht. (PM/Red)


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