Pressemitteilung vom 05.05.2026 
50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs: Eine Radtour als Zeichen der Stärke
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) setzten sich 30 engagierte Krebsbetroffene auf ihre Fahrräder. Ihre Reise von Mannheim nach Bonn sollte weit mehr als nur eine sportliche Herausforderung sein.
Bonn. Vom 26. April bis zum 2. Mai radelte eine Gruppe von 30 Krebsbetroffenen, die in der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) aktiv sind, über rund 250 Kilometer von Mannheim nach Bonn. Die Jubiläumstour erstreckte sich über sieben Etappen und zog zahlreiche Tagesradlerinnen aus regionalen FSH-Gruppen an. Zeitweise wuchs die Gruppe auf über 40 Teilnehmerinnen an, die in leuchtendem Grün am Rhein entlangfuhren - ein auffälliges Bild, das viel Aufmerksamkeit erregte.
Die FSH, Deutschlands größte und älteste Krebs-Selbsthilfeorganisation, verfolgte mit dieser Tour nicht nur sportliche Ziele. "Wir wollten mit unserer Aktion Krebs aus der Tabuzone holen und zeigen, wie stärkend und vielfältig Krebs-Selbsthilfe ist", erklärte Elke Naujokat, Bundesvorsitzende der FSH. Seit 50 Jahren setzt sich die Organisation dafür ein, dass niemand die Krankheit allein durchstehen muss. In Selbsthilfegruppen vor Ort, Online-Formaten und weiteren Angeboten finden Betroffene Informationen, Verständnis und praktischen Rat für den Alltag mit und nach Krebs.
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Ein Beispiel für die Bedeutung dieser Gemeinschaft ist Bärbel Peil aus Neuwied, die 2009 die Diagnose Brustkrebs erhielt. "Das war ein Schock", erzählt sie. "In der FSH-Gruppe in Neuwied habe ich die Krebs-Selbsthilfe kennengelernt - eine Gemeinschaft, die auch ohne Worte funktioniert. Herzlichkeit, Verständnis, Lebensfreude - das hat mir damals unglaublich gutgetan." Heute engagiert sie sich als Vorsitzende des FSH-Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland auf Bundesebene.
Die gesellschaftliche Relevanz von Krebs betrifft direkt oder indirekt nahezu jede Familie. Angebote wie die der FSH helfen, Orientierung zu geben, Ängste abzubauen und Betroffene zu stärken. Zum 50-jährigen Jubiläum will die FSH mit Vorurteilen über Selbsthilfe aufräumen. "Viele Menschen denken dabei noch immer nur an Gesprächsrunden, in denen das eigene Schicksal beklagt wird", so Bärbel Peil. "Tatsächlich machen wir sehr unterschiedliche, bedürfnisorientierte Angebote - so ist für jede und jeden etwas Passendes dabei." PM/Red
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