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Nachricht vom 03.05.2026    

Vielfalt und Kontraste: Offene Ateliers in der Kulturstadt Unkel

Von Helmi Tischler-Venter

Unkel bezeichnet sich nicht ohne Grund als "Kulturstadt". In 19 Offenen Ateliers kann man sich am 2. und 3. Mai jeweils von 11 bis 18 Uhr von Unkels vielfältiger Kulturszene überzeugen. Bei den Arbeitstechniken dominiert die Malerei, aber auch Skulpturen, Naturobjekte, Keramik, Collagen, Installationen, Gartenobjekte, Kalligrafie, Fotografie und Mixed Media werden in sehr unterschiedlichen Ausführungen präsentiert.

Fotos: Wolfgang Tischler

Unkel. Die schönen alten Fachwerkhäuser in der Unkeler Altstadt bieten eine gelungene Kulisse für die modernen Kunstwerke. Seien es kleine Objekte als Hommage an Günther Ücker, die wie in einem Setzkasten im entkernten Fachwerk eines Durchgangs stehen, oder großformatige Acrylgemälde, deren reduzierter Farbauftrag ganz viel Ruhe und Tiefe des Wattenmeers vermittelt. Im gleichen Atelier bilden Fotografien aus aller Welt, die lost Places und hartes Leben abbilden, einen Kontrast.

Portraits von Sängern, die durch die kalligrafische Gestaltung ihrer Songtexte entstehen, sind kombiniert mit dem Thema „Heimat“ und einem Treibholz-Krokodil. „Skulpen“ sind kleine dreidimensionale Arbeiten aus Papier und Mixed Media.

Auf einer Hauswand begegnen den Besuchern Köpfe, die die prämierte Künstlerin Martine Seibert-Raken gestaltet hat. Da die Künstlerin gern mit Pink arbeitet – berühmt sind ihre rosa Wolken im Schlosstheater und in der St. Matthias Kirche in Neuwied –, stellt ihr Gast Hilmar Röner grüne Gemälde und Metallbilder als Kontrast aus.

In der Pelzfabrik vermitteln großformatige Acrylbilder in leuchtendem Türkis, Gold und Pink „Licht und Freude“. Malerei und Bildhauerei kombiniert Joachim Ulsamer und kostenlose Kleinporträts für Besucher gibt es beim Bund der Energieverbraucher. Im Alten Rathaus wird man zeitweise von einem Gongspiel empfangen, das Naturfotografie und Mixed Media-Arbeiten akustisch ergänzt.




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Im Haus der kleinen Lebenskünstler kann man Kunst erwerben und gleichzeitig den Kindergarten unterstützen. In der Freiligrathstraße bieten ein Keramikatelier und eine Malerin ihre Arbeiten an. Vielfalt ist das Kennzeichen des Zentrums für kreative Künste, in dem Malereien, Collagen, Objekte, Skizzen auf Papier und Leinwand, Installationen und Aktkurse angeboten werden.

Gartenobjekte und Keramik stehen gegen filigrane Goldschmiedekunst der Künstlerinnen, die „In der Persch“ ihre Kunst präsentieren. Die Villa Weingärtner ist die Location für Malerei und Natur-Kunst-Objekte, und in der Honnefer Straße feiert Tuncay Elevis mit Skulpturen, Gemälden und Musik sein Offenes Atelier.

Eine Besonderheit stellt die Ausstellung „Dornröschen und kein Prinz in Sicht“ dar. Ein Fotograf und vier Künstlerinnen bespielen ein schon lange leerstehendes Haus in Erpel mit Rauminstallationen und dokumentarischen Fotografien – etwas spooky, aber spannend.

Unkel bietet ein Kulturwochenende mit vielfältigen Kunstwerken und Aktivitäten. Weitere Informationen unter www.offeneateliers-unkel.com. htv


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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