Pressemitteilung vom 29.04.2026 
KfH Neuwied erhält Auszeichnung für Erfolg bei der Heimdialyse
Für die Förderung der Dialysebehandlung zu Hause wurde ein medizinisches Team in Neuwied ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen eines Fachkongresses und würdigt die besonderen Anstrengungen zur Verbesserung der Patientensicherheit. In Neuwied entscheiden sich mehr Menschen für dieses Verfahren als im bundesweiten Durchschnitt.
aus Neuwied den KfH-Heimdialysepreis. V.l.n.r.: KfH-Vorstandsvorsitzender Dr. iur. Christian Höftberger, Dr. Beatrice Palausch (KfH-Geschäftsleiterin der Region Mitte / West), Dr. med. Dominik Bös (KfH-Geschäftsleiter zur Förderung und Weiterentwicklung Heimdialyse), Dr. med. Kristina Streeck (ärztliche Leiterin im KfH Neuwied), Dr. med. Stefan Fondel (ab Mai Nephrologe im KfH Neuwied) sowie die beiden KfH-Vorstandsmitglieder Thorsten Ahrend und Prof. Dr. med. Michael Masanneck (Foto: N. Krütt-Hüning)
Neuwied. Das KfH-Nierenzentrum Neuwied ist mit dem ersten KfH-Heimdialysepreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand am Samstag (25. April 2026) während des 15. Kölner Heimdialysekongresses statt. Die Fachveranstaltung beschäftigt sich speziell mit Verfahren, die Patienten zu Hause durchführen können, und gilt als einzige ihrer Art in Europa.
Die Auszeichnung würdigt die Teamleistung zur Etablierung und Förderung der Heimdialyse vor Ort. Dr. med. Kristina Streeck und Dr. med. Karin Mathieu-Koch leiten das Zentrum in Neuwied. In den vergangenen sechs Jahren haben sie gemeinsam mit ihrem Team die Dialyse zu Hause als Behandlungsoption für nierenkranke Menschen aus der Region auf- und ausgebaut. Neben einem Glas-Award und einer Urkunde erhielt das Team eine Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro.
Vorteile und Bedeutung der Heimdialyse
Die Dialyse zu Hause gilt als medizinisch gleichwertiges Verfahren zur Behandlung in einem Zentrum. Ein wesentlicher Vorteil ist die größere zeitliche Flexibilität bei der Gestaltung des Alltags. Dies ermöglicht es vielen chronisch nierenkranken Menschen, ihre Berufstätigkeit beizubehalten, und trägt so zu einer höheren Lebensqualität bei.
Obwohl das Verfahren klare Vorteile bietet, wird es in Deutschland im internationalen Vergleich noch selten angewendet. Bundesweit führen weniger als sieben Prozent der dialysepflichtigen Personen ihre Behandlung zu Hause durch. Im KfH-Nierenzentrum Neuwied liegt dieser Anteil hingegen aktuell bei knapp 13 Prozent.
Strategien für eine erfolgreiche Umsetzung
Diesen Erfolg führt das KfH-Team auf verschiedene Maßnahmen zurück. Ein Schwerpunkt liegt auf einer praxisnahen und persönlichen Aufklärung der Patienten. Um die Betroffenen optimal auf die Behandlung vorzubereiten, hat das Team eigene Schulungs- und Arbeitsmaterialien entwickelt. Diese sollen den Patienten mehr Sicherheit im Umgang mit der Technik und den Abläufen zu Hause geben.
Ein weiterer Faktor für die positive Entwicklung in Neuwied ist die gute Zusammenarbeit innerhalb des Teams sowie die Vernetzung mit kooperierenden Krankenhäusern. Dies ist besonders wichtig zur Vorbereitung der Peritonealdialyse, auch bekannt als Bauchfelldialyse. Durch diese Strukturen entscheiden sich in der Region immer mehr Menschen für ein Heimverfahren.
Hintergrund zum KfH-Nierenzentrum Neuwied
Im Zentrum in Neuwied werden Menschen umfassend in einer nephrologischen Sprechstunde behandelt. Die Schwerpunkte liegen auf der Prävention von Nierenerkrankungen sowie der Nachsorge nach Transplantationen. Für die Dialysebehandlung stehen die Verfahren der Hämodialyse und der Peritonealdialyse zur Verfügung. Diese können entweder als Heimdialyse oder direkt im KfH-Zentrum durchgeführt werden.
Träger der Einrichtung ist das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. Der Verein setzt sich für eine hochwertige und integrative Versorgung nierenkranker Patienten ein. Bundesweit betreibt das KfH rund 200 Zentren, in denen mehr als 17.300 Dialysepatienten sowie über 77.000 Sprechstundenpatienten fachmedizinisch betreut werden. (PM/bearbeitet durch Red)
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