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Pressemitteilung vom 28.04.2026    

Kritik an fehlender Abstimmung bei Neuwieder Großbaustellen

In Neuwied könnte es zu einem Verkehrschaos kommen: Mehrere große Bauprojekte stehen an, doch die Koordination lässt zu wünschen übrig. Ortsvorsteher und Fraktionen schlagen Alarm und fordern eine schnelle Lösung.

Symbolbild

Neuwied. In der Stadt Neuwied gibt es erhebliche Kritik an der mangelnden Abstimmung geplanter Infrastrukturmaßnahmen. Die Ortsvorsteher Markus Blank (Heimbach-Weis), Guido Hahn (Gladbach) und Dieter Neckenig (Engers) sowie die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, BSW, FWG und FDP im Stadtrat kritisieren das Fehlen einer koordinierten Planung bei mehreren zeitgleich stattfindenden Baumaßnahmen.

Bereits laufende und anstehende Projekte
Aktuell sind mehrere zentrale Projekte geplant, die sich in den kommenden Monaten überschneiden werden. Dazu gehören die bereits bestehende Sperrung der Unterführung im Stadtteil Block (voraussichtlich bis Ende Dezember 2026), die ab Juni vorgesehene Sanierung der Brücke über die B42 zwischen Engers und Heimbach-Weis sowie umfangreiche Maßnahmen der Deutschen Bahn im Stadtgebiet. Außerdem wird die Hauptstraße in Heimbach-Weis aufgrund einer defekten Gasleitung durch die Stadtwerke Neuwied erneuert. Diese Maßnahme ist aus Sicherheitsgründen nicht aufschiebbar.

Stadtteile als Leidträger fehlender Kommunikation
"Das Problem ist nicht die einzelne Baustelle - das Problem ist die fehlende Abstimmung", äußern die Ortsvorsteher deutliche Kritik, insbesondere an der geplanten Brückensanierung durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM). Die Fraktionen sehen die kurzfristige Ansetzung dieser Maßnahme als problematisch an, da sie ohne erkennbare Abstimmung mit der Stadt erfolgt sei. "So entsteht eine unnötige Mehrfachbelastung für die Menschen vor Ort", erklären die Fraktionsvorsitzenden Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias Härtling (BSW), Lars Ebert (FWG) und Dr. Dietrich Rühle (FDP).



Besonders betroffen sind die Stadtteile Engers, Heimbach-Weis, Gladbach und Block, wo sich die Auswirkungen der parallelen Maßnahmen konzentrieren werden. Die Fraktionen befürchten erhebliche Risiken für den Verkehrsfluss und den öffentlichen Personennahverkehr. Wenn zentrale Verkehrsachsen gleichzeitig eingeschränkt sind, könnte der ÖPNV ins Stocken geraten und der Schülerverkehr beeinträchtigt werden. Auch Unternehmen wie eine Spedition in Weis und die Josef-Gesellschaft stünden vor logistischen Herausforderungen. Zudem könnten Rettungsdienste längere Wege haben, was die Notfallhilfe erschweren würde.

Forderung nach Lösungen
Vor diesem Hintergrund fordern Ortsvorsteher und Rats-Fraktionen, dass der Landesbetrieb Mobilität und die Deutsche Bahn ihre Maßnahmen kurzfristig koordinieren und zusammen mit der Stadt tragfähige Lösungen entwickeln. Sie erwarten umgehend eine nachvollziehbare Verkehrsführung, verlässliche Lösungen für den ÖPNV und klare Informationen für die Bevölkerung.

"Diese Situation ist vermeidbar - aber nur, wenn jetzt gehandelt wird. Es darf nicht sein, dass fehlende Abstimmung auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird", betonen Blank, Hahn und Neckenig und bitten die Stadtspitze um eine Intervention in Richtung Landesbetrieb Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz. Ziel müsse es sein, das unkoordinierte Vorgehen so zu planen, dass ein Verkehrskollaps verhindert wird. (PM/Red)


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