Ehrung für beharrliches Engagement: Loewenherz-Preis 2026 verliehen
Von Wolfgang Tischler
Im festlichen Rahmen des Roentgen-Museums Neuwied wurden am Abend des 16. April drei Frauen mit dem Loewenherz-Preis ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen stehen für Beharrlichkeit und den Einsatz für demokratische Werte.
Neuwied. Landrat Achim Hallerbach begrüßte im voll besetzten Festsaal des Roentgen-Museums zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister, Vertreter der Wirtschaft und ehemalige Preisträger. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Auszeichnung: "Es ist kein parteipolitischer Preis, den wir heute Abend vergeben, und doch setzt er ein Zeichen, denn Johanna Loewenherz war eine Verfechterin demokratischer Werte, von Gleichheit, Freiheit und lebendigen Debatten." Er hob die Gemeinsamkeiten der drei Preisträgerinnen hervor, deren Engagement durch Beharrlichkeit geprägt sei.
Daniela Kiefer, Gleichstellungsbeauftragte, würdigte die Preisträgerinnen in ihrer Ansprache.
Sr. Edith-Maria, geboren 1955 im Saarland, trat mit 22 Jahren dem Orden der Franziskanerinnen von Waldbreitbach bei. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenpflegerin ermöglichte ihr der Orden ein Studium der Pflegepädagogik. Sie bildete junge Pflegefachkräfte aus und war als Bildungsreferentin tätig. In den 90er Jahren erweiterte sie ihre Qualifikationen im Bereich systemische Organisationsentwicklung und wurde 1994 in den Stiftungsvorstand berufen. Über mehrere Jahre war sie Vorsitzende des Aufsichtsrats der Marienhaus GmbH und engagierte sich in der Ordensleitung sowie im Deutschen Caritasverband. Sr. Edith-Maria tritt für die Öffnung kirchlicher Ämter für Frauen ein und fordert Zugang zu allen Weiheämtern. Mit Beharrlichkeit unterstützt sie Frauen, die sich zum Diakonat berufen fühlen, und öffnet das Haus in Waldbreitbach für entsprechende Fortbildungskurse.
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Nicole Werner, die erste Frau in der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt/Wied, zeigt, dass Frauen in männerdominierten Ehrenämtern erfolgreich sein können. Unterstützt durch ihre Familie, setzte sie sich als Gruppenführerin durch. Werner ermutigt Mädchen, sich auszuprobieren und stärkt sie in ihrer Brandschutzerziehung. Beruflich leitet sie eine Geschäftsstelle einer Versicherung und beweist, dass Frauen auch in Führungspositionen kompetent sind.
Dr. Julia Reuschenbach, geboren 1988 in Roßbach, ist Politikwissenschaftlerin und Senior Lecturer an der Universität Hamburg. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf populistischen Strukturen. Sie tritt regelmäßig als Expertin in Medien auf und ermutigt Kolleginnen, sich ebenfalls öffentlich zu äußern. Reuschenbach plädiert für mehr weibliche Beteiligung in der Politik und betont die Wichtigkeit von Kompromissen in der Demokratie.
Diese drei Frauen zeigen, wie wichtig es ist, das brachliegende Potenzial von Frauen zu nutzen, um Gemeinschaft und Gesellschaft zu stärken.
Das Ruth-Zimmermann-Trio sorgte für das musikalische Rahmenprogramm. woti
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