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Pressemitteilung vom 16.04.2026    

Netzwerktreffen stärkt Hilfen für Kinder belasteter Familien

Im Kreis Neuwied rückt die Unterstützung von Kindern aus belasteten Familien stärker in den Fokus. Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen haben sich zu einem Netzwerktreffen versammelt. Ziel ist es, bestehende Hilfen zu verbessern und neue Ansätze zu entwickeln.

Landrat Achim Hallerbach, KipsE-Koordinatorin Laura Rockenfeller (3. v.r.) und Christina Mehler vom Referat „Sozialer Dienst“ der Kreisverwaltung Neuwied (rechts) freuten sich darüber, dass mit Frau Prof. Dr. Yvonne Grimmer und Frau Prof. Dr. Anne Koopmann (2. und 3. v.l.) vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim sowie Elisabeth Schmutz (2.v.r.) vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz kompetente Gäste für die 4. Netzwerkkonferenz gewonnen werden konnten. (Foto: Thomas Herschbach)

Neustadt/Wied. Rund 75 Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Gesundheitshilfe, Jugendhilfe und Beratungsstellen nahmen am vierten Netzwerktreffen zu den "Hilfen für Kinder von psychisch und suchtbelasteten Eltern (KipsE)" im Bürgerhaus Neustadt/Wied teil. Im Mittelpunkt stand der Austausch über bestehende Angebote, Bedarfe und zukünftige Perspektiven.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Unterstützung dieser Kinder eine langfristige Aufgabe bleibt. Die Koordinationsstelle für KipsE wird seit 2026 dauerhaft verstetigt. Die Personalkosten übernimmt künftig der Kreis, während Fördermittel weiterhin in konkrete Unterstützungsangebote fließen.

Strukturen und Angebote im Überblick
Organisiert wurde das Treffen von Laura Rockenfeller vom Kreisjugendamt Neuwied, die zugleich die zentrale Koordinationsstelle innehat. Sie stellte die bestehende Angebotslandschaft im Kreis vor und gab einen Überblick über die vorhandenen Unterstützungsstrukturen für betroffene Kinder und Familien.

Ein fachlicher Impuls kam vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim. Vorgestellt wurde die Initiative "Stark im Sturm", die darauf abzielt, Hilfen frühzeitig anzusetzen. Unterstützung soll direkt dort erfolgen, wo Eltern behandelt werden, um Kinder frühzeitig zu erreichen und Versorgungslücken zu vermeiden.



Austausch und Weiterentwicklung
Das Präventionsprogramm wurde als Beispiel für gelungene Unterstützung hervorgehoben und bot Anregungen für die Weiterentwicklung regionaler Angebote. Im zweiten Teil der Veranstaltung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum intensiven Austausch in moderierten Gesprächsrunden.

Unterstützt wurden sie dabei von Elisabeth Schmutz vom Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, das das Kreisjugendamt seit mehreren Jahren fachlich begleitet. Im Fokus standen Angebotslücken und konkrete Bedarfe aus der Praxis. Ziel war es, gemeinsam Lösungsansätze zur Verbesserung der Unterstützung zu entwickeln.

Bedeutung frühzeitiger Hilfe
Aktuellen Schätzungen zufolge wächst etwa jedes vierte Kind in Deutschland mit einem psychisch oder suchtbelasteten Elternteil auf. Diese Kinder tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst psychisch zu erkranken.

Das Netzwerktreffen unterstrich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. Frühzeitige Hilfen und verlässliche Strukturen gelten als entscheidend, um betroffene Kinder nachhaltig zu unterstützen und ihre Lebenssituation zu verbessern. (PM/bearbeitet durch Red)


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