Pressemitteilung vom 05.04.2026 
Zukunftswohnen in alten Mauern: Kirchengebäude in Unkel als Mehrgenerationenhäuser?
Im Gasthaus zur Traube in Unkel wurde über die Umnutzung historischer Kirchengebäude diskutiert. Eine Veranstaltung des Architekturvereins Stadtbild Deutschland e.V. beleuchtete innovative Wohnformen und deren Umsetzung.
Unkel. Bei der Fachveranstaltung des Regionalverbands Unteres Mittelrheintal des Architekturvereins Stadtbild Deutschland e.V. standen die Möglichkeiten im Fokus, historische Kirchengebäude für Mehrgenerationenwohnen nutzbar zu machen. Kathleen Battke und Thomas Bebiolka von der ZukunftsPioniere GbR gaben wertvolle Einblicke in die Organisation und Umsetzung solcher Projekte. Sie teilten ihre Erfahrungen aus der Beratung von Wohnprojektgruppen und ihrer eigenen Beteiligung an einem Bonner Mehrgenerationenwohnprojekt.
Die Referierenden stellten die Genossenschaft als Modell für gemeinschaftliches Wohnen vor. Diese Struktur ermöglicht es den Mitgliedern, Miteigentümer zu werden, während die Immobilien in gemeinschaftlicher Hand bleiben. Besonders für jüngere Generationen bietet dieses Modell eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Immobilienfinanzierungen.
Vier Generationen unter einem Dach
Ein zentrales Element des Konzepts ist die altersgemischte Struktur, die bis zu vier Generationen zusammenführt. Dies fördert ein stabiles soziales Gefüge und gegenseitige Unterstützung. Zudem wurde betont, dass gemeinschaftliche Wohnformen den Bedarf an privaten Stellplätzen reduzieren können. Ein durchdachtes Mobilitätskonzept mit Carsharing und ÖPNV-Abos unterstützt diese Entwicklung.
In ländlichen Regionen bieten solche Wohnprojekte zudem Impulse für das Dorfleben. Gemeinschaftsräume schaffen neue Begegnungsorte und entlasten kommunale Strukturen, indem sie Raum für Veranstaltungen und kulturelle Angebote bereitstellen.
Historisch und zukunftsfähig
Historische Kirchengebäude können so nicht nur bewahrt, sondern auch in zukunftsfähige Wohnformen umgewandelt werden, was sowohl gesellschaftlich als auch städtebaulich nachhaltige Perspektiven eröffnet. Der Architekturverein sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung wertvoller Bausubstanz und zur Stärkung lebendiger Nachbarschaften. (PM)
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