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Pressemitteilung vom 03.04.2026    

Haftbefehl: 20-Jähriger zündet Sprengvorrichtungen im ICE bei Siegburg

Ein Vorfall im ICE von Aachen nach Frankfurt/Main sorgte am 2. April 2026 für Aufsehen. Ein junger Mann zündete pyrotechnische Gegenstände, was zu mehreren Verletzungen führte. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Siegburg. Am Donnerstag (2. April) entzündete ein polizeibekannter 20-jähriger Mann gegen 21 Uhr im ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt/Main zwei bislang nicht näher bestimmte pyrotechnische Gegenstände. Dabei wurden mindestens zwölf Mitreisende leicht verletzt.

Eine Person erlitt vermutlich ein Knalltrauma und musste in ein Bonner Krankenhaus gebracht werden, konnte jedoch nach kurzer Behandlung wieder entlassen werden.

Tatverdächtiger in Zugtoilette eingeschlossen
Der mutmaßliche Täter, ein deutscher Staatsbürger aus Aachen, wurde von anderen Reisenden in der Zugtoilette eingeschlossen. Beamte der Bundespolizei nahmen ihn im Bahnhof Siegburg fest. Der Zug, der rund 180 Fahrgäste beförderte, wurde umgehend geräumt, und ein Teil des Bahnhofgeländes vorsorglich gesperrt. Passagiere wurden in einer nahegelegenen Turnhalle von der Siegburger Feuerwehr versorgt, während Notfallseelsorger zur Betreuung bereitstanden. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr zur Weiterreise der Fahrgäste ein.

Nach Untersuchungen durch geschulte Kräfte der Bundespolizei konnten keine weiteren gefährlichen Gegenstände im ICE festgestellt werden. Der Zug und das betroffene Bahngleis wurden am 3. April gegen 0.45 Uhr freigegeben, nachdem die Spurensicherung den mutmaßlichen Tatort untersucht hatte.



Der 20-jährige Tatverdächtige befindet sich derzeit im polizeilichen Gewahrsam. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz.

Haftbefehl erlassen
Am Freitagmorgen (3. April) übernahm der Staatsschutz der Bonner Polizei in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf die Ermittlungen. Diese konzentrieren sich insbesondere auf die Motivlage des 20-Jährigen, wobei eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann. Auch Erkenntnisse über eine mögliche psychische Erkrankung des Beschuldigten fließen in die Bewertung der Hintergründe ein.

Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wurde der Beschuldigte dem Ermittlungsrichter in Aachen vorgeführt, der einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz erließ. Der 20-Jährige wird nun einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. (PM/Red)


Mehr dazu:   Blaulicht  
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