Pressemitteilung vom 31.03.2026 
Meteoritenloch in Koblenz-Güls fachmännisch repariert
Ein Meteoriteneinschlag in Koblenz-Güls sorgte für Aufsehen und einen ungewöhnlichen Auftrag für Dachdeckermeister Robert Bartkowiak. Der Handwerker aus Ochtendung berichtet von der einzigartigen Herausforderung, die ihm im März 2026 begegnete.
Koblenz-Güls/Ochtendung. Am Abend des 8. März schlug ein Meteorit in das Dach eines Hauses in Koblenz-Güls ein und hinterließ ein fußballgroßes Loch. Dachdeckermeister Robert Bartkowiak aus Ochtendung wurde mit der Reparatur beauftragt. "Den Auftrag werde ich mir einrahmen und im Büro an die Wand hängen", sagte der 42-jährige Handwerksmeister. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Meteoritenfragment ein Haus trifft, ist statistisch extrem gering - etwa 200-mal geringer als ein Sechser im Lotto.
Bartkowiak erhielt den Auftrag durch einen seiner Mitarbeiter, der den Hausbesitzer kannte. Nachdem die Feuerwehr das Loch provisorisch abgedichtet hatte, begutachtete Bartkowiak den Schaden wenige Tage später. Seine Firma entfernte die Abdeckung, reparierte das Dach und ersetzte das beschädigte Material. Der Meteorit, ursprünglich einen Meter groß, zerbrach beim Eintritt in die Erdatmosphäre und hinterließ Fragmente, die mit hoher Geschwindigkeit auf das Dach prallten. Diese zerstörten die Schiefereindeckung, das Holzgebälk, die Dämmung sowie die Innenverkleidung und beschädigten das Fenster.
Neben Bartkowiaks Team waren auch andere Gewerke wie Fliesenleger und Trockenbauer gefragt. Der Fensterhersteller bot an, einen Teil der Kosten zu übernehmen. "Der Hausbesitzer war vorher wirklich belagert worden von den Medien und Meteoritensammlern", berichtete Bartkowiak. Auch er wurde von internationalen Meteoritenjägern kontaktiert, die Interesse am Baumaterial mit möglichen Anhaftungen des Sternenstaubs zeigten.
Die Polizei sicherte die großen Fragmente des Meteoriten, die später dem Hausbesitzer zurückgegeben werden sollen. Bartkowiak sammelte alle kaputten Materialien und übergab sie dem Eigentümer. Trotz des speziellen Auftrags bleibt der Unternehmer gelassen: "Ob ich das nun für Werbung nutze, weiß ich nicht genau", meinte er schmunzelnd, fügte aber hinzu, dass er hofft, mehr Bewerbungen von zukünftigen Auszubildenden und Facharbeitern zu erhalten. PM/Red
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