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Nachricht vom 24.03.2026    

Radwegebau in Rheinland-Pfalz: Fortschritte und Forderungen

Der Ausbau des Radwegenetzes in Rheinland-Pfalz schreitet weiter voran. Das Verkehrsministerium meldet Fortschritte, während der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) weitere Verbesserungen fordert.

Pendler-Radroute Mainz-Bingen (Foto: Etienne Dötsch/dpa)

Rheinland-Pfalz. Rund 15 Kilometer neue Radwege wurden im vergangenen Jahr entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz fertiggestellt. Damit hat das Radwegenetz entlang dieser klassifizierten Straßen eine Gesamtlänge von über 2.016 Kilometern erreicht, wie eine Sprecherin des Verkehrsministeriums mitteilte. "Damit wird das Radwegenetz an klassifizierten Straßen im Land weiter ausgebaut und insbesondere die Verkehrssicherheit für den Alltags- und Freizeitradverkehr verbessert", so die Sprecherin. Zum 1. Januar 2025 hatte das gesamte klassifizierte Straßennetz laut dem Landesbetrieb Mobilität eine Länge von knapp 17.400 Kilometern.

Viele Radwegprojekte in Kommunen
Unter den abgeschlossenen Projekten befinden sich etwa die Fuß- und Radwegbrücke über die B10 bei Landau sowie der neue 4,3 Kilometer lange Radweg entlang der B53 zwischen Klüsserath und Trittenheim an der Mosel. Zusätzlich haben viele Kommunen im Land eigene Radwegprojekte umgesetzt. Dazu gehören kleinere Radwegbrücken, der Ausbau von Teilstrecken oder Beschilderungsmaßnahmen.

Gemeinsam mit den Kommunen baut das Land derzeit ein Netz von sieben Pendler-Radrouten mit einer Gesamtlänge von über 370 Kilometern auf. "Ziel ist es, direkte, sichere und komfortable Radverbindungen zwischen Wohnorten, Arbeitsplätzen, Hochschulen und Bahnhöfen zu schaffen und damit das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag zu stärken", erklärte die Sprecherin. Bereits heute sind mehr als 330 Kilometer der geplanten Strecken grundsätzlich nutzbar, müssen jedoch teils auf den gewünschten Qualitätsstandard gebracht werden.



Radfahrer sollen nicht mehr Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse sein
Der ADFC Rheinland-Pfalz fordert hingegen einen deutlich stärkeren Ausbau von Fahrradwegen entlang klassifizierter Straßen. Wer das Fahrrad politisch ernst nehme, müsse sichere Infrastruktur, klare Standards, ausreichend Geld und mehr Unterstützung für die Kommunen liefern, heißt es. Der Radverkehr solle nicht weiter vom guten Willen einzelner Orte abhängig gemacht werden. Für 2026 wünscht sich Robert Wöhler, Geschäftsführer des ADFC, dass Radfahrende "nicht länger als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse behandelt werden".

Der ADFC habe entsprechend klare Erwartungen an die neue Landesregierung. "Radverkehr muss vom Randthema zum festen Bestandteil der Landespolitik werden, mit messbaren Zielen, mehr Verkehrssicherheit und einer Politik, die Radfahrende nicht als Störfaktor, sondern als selbstverständlichen Teil moderner Mobilität behandelt." (dpa/bearbeitet durch Red)


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