Nahversorgung in Oberbieber: Ein genossenschaftliches Erfolgsprojekt
In Oberbieber entsteht ein neues Nahversorgungszentrum, das die lokale Gemeinschaft stärkt. Das Bauprojekt rund um den Supermarkt "Tante Enso" schreitet zügig voran und hat bereits viel Lob geerntet. Doch nicht alles verläuft ohne Herausforderungen.
Oberbieber. Das neue Nahversorgungszentrum in Oberbieber mit dem genossenschaftlichen Supermarkt "Tante Enso", der Bäckerei Lutz und der Metzgerei Muscheid nimmt sichtbar Gestalt an. Vertreter des Neuwieder Bündnisses, bestehend aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FWG, BSW und FDP, informierten sich bei einem Rundgang über den aktuellen Stand der Umbauarbeiten. Sie zeigten sich beeindruckt vom schnellen Fortschritt.
Lars Löhmar, Eigentümer des Gebäudes und verantwortlich für den umfassenden Umbau, erläuterte gemeinsam mit Rolf Löhmar und Bauleiter Paul Lachmann die Baufortschritte und Planungen. Neben einer Kernsanierung entstehen ein neuer Haupteingang vom Parkplatz, sowie neue Räumlichkeiten für die Bäckerei und Metzgerei. Geplant ist ein heller, moderner Markt mit einem breiten Angebot, ergänzt durch einen Mittagstisch und ein Café mit Außengastronomie.
Die Sprecher der fünf Bündnisfraktionen – Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Bündnis 90/Die Grünen), Dietrich Rühle (FDP), Lars Ebert (FWG) und Tobias Härtling (BSW) - lobten nach dem Rundgang den Baufortschritt und das Engagement der Beteiligten: "Hier entsteht mit großem Einsatz vieler Akteure ein modernes Nahversorgungszentrum für Oberbieber. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Bürgerschaft, lokale Unternehmer und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen."
Mit Blick auf die landespolitische Diskussion über mögliche Einschränkungen für solche Konzepte erklärten die Sprecher weiter: "Wir unterstützen das Konzept von Lars Löhmar und Tante Enso ausdrücklich. Umso irritierender war es, dass aus der SPD-geführten Landesregierung in Mainz zwischenzeitlich Regelungen diskutiert wurden, die Märkte dieser Art mit einer Beschränkung auf 150 Quadratmeter massiv erschwert hätten."
Zwischenzeitlich gab es Befürchtungen, der Markt könne möglicherweise nicht wie geplant betrieben werden. Nach dem Rundgang zeigte sich das Neuwieder Bündnis jedoch zuversichtlich, dass einer geplanten Eröffnung im Sommer nichts im Wege steht.
Die Oberbieberer Stadträte Nina Gross und Jörg Röder betonen die besondere Bedeutung des Projekts für den Stadtteil: "Was wir hier in Oberbieber gemeinsam auf den Weg gebracht haben, ist wirklich einzigartig. Mit mehr als 1.300 Genossenschaftsanteilen wurde die erforderliche Marke von 800 Anteilen deutlich übertroffen. Und mit Lars Löhmar haben wir einen echten Macher, der diese Chance für Oberbieber ergriffen hat und ein Versorgungszentrum schafft, von dem wir begeistert sein können. Davon werden sicher nicht nur die Oberbieberer profitieren." Red
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