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Pressemitteilung vom 21.03.2026    

Koblenzer Ehepaar rettet historische Bibel vor dem Verfall

Eine wertvolle Bibel aus dem 16. Jahrhundert konnte dank der Unterstützung von Buchpaten restauriert werden. Die Geschichte des Buches reicht bis nach Paris und Köln zurück, bevor es in die Hände eines Andernacher Schöffen gelangte.

Blick in die restaurierte Bibel aus dem 16. Jahrhundert: Biblia sacra. Paris: Guillard, 1558. (Fotos: LBZ/Sandra Reiss)

Koblenz. Historische Schriften sind oft durch die Zeit stark beschädigt, und ihre Restaurierung erfordert sowohl Zeit als auch erhebliche finanzielle Mittel. Vor diesem Hintergrund hat das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) ein Projekt für Buchpatenschaften ins Leben gerufen.

Das erste Paar, das sich als Buchpaten engagierte, war Karla und Peter Többicke aus Koblenz. Sie unterstützten die Restaurierung einer lateinischen Bibelausgabe aus dem 16. Jahrhundert, die zuletzt in der Bibliothek der Stiftung Staatliches Görres-Gymnasium in Koblenz aufbewahrt wurde und deren Bestände heute vom LBZ betreut werden.

Der Schwerpunkt der Restaurierungsarbeiten lag auf dem Einband der Bibel, dessen Rückenleder stark beschädigt war. Ein früherer Holzwurmbefall hatte zu Schäden und Fehlstellen an den Holzdeckeln geführt. Von den ursprünglich zwei Schließenpaaren waren nur noch die Ösenteile vorhanden.

Historische Bibel erstrahlt in neuem Glanz
Während der Restaurierung wurde das alte Bezugsmaterial entfernt, ein neuer Rücken gefertigt und der alte Rücken darauf wieder angebracht. Fehlstellen im Holzdeckel wurden ergänzt, und der restaurierte Band erhielt eine Schutzkassette, um unter optimalen klimatischen Bedingungen gelagert zu werden.



Die Bibelausgabe hat eine bemerkenswerte Geschichte mit regionalem Bezug. Sie stammt aus der Werkstatt von Charlotte Guillard in Paris, der ersten Buchdruckerin, die über einen Zeitraum von etwa 40 Jahren eine eigene Werkstatt betrieb. Der Einband aus dunklem Kalbsleder weist auf die Einbandwerkstatt von Batius Koch in Köln hin.

Um 1630 befand sich das Buch im Besitz des Andernacher Schöffen Jeremias Pergener, später gehörte es den Karmelitern in Beilstein an der Mosel. Nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1803 gelangte es in die Vorgängerbibliothek der Stiftung Staatliches Görres-Gymnasium Koblenz.

Das Landesbibliothekszentrum plant, das Buchpatenschafts-Programm fortzuführen, um weitere wertvolle Werke für die Nachwelt zu bewahren. (PM/Red)


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