Pressemitteilung vom 20.03.2026 
Neues Leben auf dem Boesner-Areal in Neuwied: Wohnen und Arbeiten im Einklang
In Neuwied steht ein bedeutendes Stadtentwicklungsprojekt in den Startlöchern. Die Umwandlung des ehemaligen Boesner-Areals soll neuen Wohn- und Arbeitsraum schaffen. Bei einer Bürgerversammlung am 25. März wird der Bebauungsplan vorgestellt.
Neuwied. Wie sollen die Menschen in Neuwied in Zukunft wohnen? Diese Frage beschäftigt die Stadtverwaltung intensiv, insbesondere bei der Entwicklung des ehemaligen Boesner-Areals in Niederbieber und Altwied. Auf rund sieben Hektar plant ein privater Investor, ein modernes Quartier zu errichten, das Wohnen und Arbeiten verbindet. Der dazugehörige Bebauungsplan wird am Mittwoch, 25. März, 18 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus Niederbieber, Am Kirchberg 11, im Rahmen einer Bürgerversammlung präsentiert.
Für das alte Fabrikgelände sind weitreichende Pläne vorgesehen. Viele der bestehenden Produktionshallen sollen abgerissen werden, um Platz für etwa 350 neue Wohneinheiten zu schaffen. Zusätzlich sind Büro- und Gewerbeflächen geplant, wobei vorhandene Bürogebäude, wenn möglich, erhalten bleiben und integriert werden sollen. Zwei zentrale Parkgaragen mit Mobilitätsstationen sollen das Quartier abseits der Hauptverkehrsanbindung verkehrsarm gestalten.
Oberbürgermeister Jan Einig erklärt: "Als Stadt arbeiten wir seit Jahren intensiv daran, neuen Wohnraum zu erschließen, um damit auf steigende und sich verändernde Bedarfe zu reagieren und bestehende Engpässe zu beseitigen. Aus diesem Grund haben wir ein Wohnraumversorgungskonzept erarbeitet, das kürzlich öffentlich vorgestellt wurde." Er betont, dass die Entwicklung des Boesner-Areals spannende Potenziale für den Stadtteil Niederbieber bietet.
Erst nach Bürgerbeteiligung geht die Bauleitplanung zum Stadtrat
Das Areal blickt auf eine fast 180-jährige Geschichte als bedeutender Schrauben-Fertigungsbetrieb zurück. Seit 2020 stehen die Maschinen still, doch ein privater Investor hat Pläne für ein modernes Wohnquartier und Büroflächen entwickelt. Die Bauleitplanung liegt bei der Kommune und wird nach der Bürgerbeteiligung im Stadtrat beschlossen werden können. Interessierte können sich auf der Webpräsenz der Stadt oder im Stadtbauamt vorab informieren.
Auf dem Gelände sind noch keine Veränderungen sichtbar, denn erst einmal muss das Projekt die viel kritisierte Bürokratie durchlaufen: Historische Recherchen zu potenziellen Industrielasten und Gefährdungen, artenschutzfachliche Vorstudien, Bodenuntersuchungen sowie ein Mobilitäts-, Erschließungs- und Umweltkonzept wurden inzwischen erstellt. Mit dem Bebauungsplan nimmt das Projekt nun eine weitere Hürde. Doch wer jetzt glaubt, jetzt könne das Projekt endlich starten, der irrt. "Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, bis die ersten Bagger rollen können, aber das Projekt befindet sich auf einem guten Weg", sagte OB Einig. (PM/Red)
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