Pressemitteilung vom 17.03.2026 
Neuwied startet Bündnis zur Förderung der Medienkompetenz
In Neuwied haben sich verschiedene Institutionen zusammengeschlossen, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Das neue Bündnis will mit gezielten Maßnahmen auf aktuelle Herausforderungen reagieren.
Neuwied. Ein neu gegründetes Bündnis aus den Fachstellen Jugendschutz, Kinder- und Jugendförderung der Stadt Neuwied, der Kreisjugendpflege, dem Kreismedienzentrum und der Aisthetos Akademie Neuwied engagiert sich für die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerks in Stadt und Kreis, das Kapazitäten bündelt, Ideen entwickelt und Prävention gezielt voranbringt.
"Bei unserer gemeinsamen Vorstellung von Inhalten, Zielen und Angeboten des Bündnisses zeigte sich jetzt, wie Kooperation in der Praxis funktionieren kann. Von einer solchen 'Denk- und Umsetzungs-Schmiede' konzentrierter Kompetenz können unsere Kinder und Jugendlichen noch gezielter und in zeitgemäßer Ausrichtung profitieren", äußerten Landrat Achim Hallerbach und Bürgermeister Peter Jung nach dem Kick-Off-Meeting im Jungen Schlosstheater Neuwied.
Das Bündnis plant Fortbildungen, Workshops und Fachtagungen für Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Kinder und Jugendliche. Silke Läufer-Hermann und Karsten Rodigast vom Kreismedienzentrum Neuwied, Sabine Parker von der Aisthetos Akademie sowie Vertreterinnen der Jugendämter von Stadt- und Kreisverwaltung Neuwied sind maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Die Vision umfasst praxisnahe Programme, die die Zielgruppe dort abholen, wo sie steht.
Die Zusammenarbeit begann bereits im Herbst des Vorjahres; nun trat das Bündnis auch öffentlich in Erscheinung. Rückmeldungen aus Schule und Jugendarbeit zu Themen wie Mobbing, Fake News und Datenschutz waren ausschlaggebend für die Initiative. "Eine Elternbefragung der Stadt Neuwied zum Thema 'Aufwachsen mit Medien' zeigte ebenfalls den Wunsch nach mehr Angeboten, Anlaufstellen und Informationen", erklärte Bürgermeister Peter Jung.
Praxisnahe Workshop-Formate, die auf den Bedarf reagieren, sind bereits in Planung. Themen wie 3-Druck, VR-Brillen, sichere Mediennutzung, Datenschutz und strafrechtliche Aspekte in Social Media stehen im Fokus. Auch KI, Deep Fakes und Fake News werden behandelt, wobei Selbstsicherheit und eine reflektierte innere Haltung als Grundbausteine einer verantwortungsvollen Mediennutzung betont werden.
"Mit diesem Bündnis setzen Landkreis und Stadt Neuwied das klare Signal, Medieneinfluss bewusst gestalten zu wollen", verkündete Landrat Achim Hallerbach. Für 2026 stehen fünf Workshops für Fachkräfte auf dem Programm, der Auftakt fand am 3. März 2026 im Kreismedienzentrum Neuwied statt. Ein großes Netzwerktreffen wird im November 2026 stattfinden, um das Netzwerk weiter auszubauen und die Planungen für 2027 zu konkretisieren. PM/Red
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