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Pressemitteilung vom 13.03.2026    

Inklusion erleben: Arbeitsagentur sensibilisiert für Barrieren im Alltag

Die Arbeitsagentur Rhein-Wied-Westerwald hat mit einem Programm das Bewusstsein für Inklusion geschärft. Mario Dieninghoff, Teamleiter für Berufliche Rehabilitation und Teilhabe, initiierte mehrere Aktionen, um Mitarbeitende und Kunden für die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.

Herausforderung mit dem Rollstuhl selbst erfahren (Fotos: Enderle/ Arbeitsagentur)

Neuwied. Mit einem Sensibilisierungsparcours bot die Arbeitsagentur Rhein-Wied-Westerwald ihren Mitarbeitenden und Kunden die Möglichkeit, selbst zu erfahren, welchen täglichen Hürden Menschen mit Behinderungen begegnen. Eindrucksvoll war der Rollstuhlparcours, bereitgestellt vom Berufsbildungswerk Neuwied. "Erst wenn man selbst im Rollstuhl sitzt, merkt man, wie viele kleine Barrieren es gibt", berichtete ein Teilnehmer. Diese Erfahrung verdeutlichte die alltäglichen Herausforderungen von Rollstuhlfahrern in Gebäuden.

Unterstützung erhielt die Aktion vom Demenznetzwerk Mayen-Koblenz. Durch den Einsatz eines Alterssimulationsanzugs konnten Teilnehmende altersbedingte Einschränkungen nachempfinden, wie veränderte Bewegungsabläufe oder eingeschränktes Greifvermögen. Auch Sehbehinderungen und Schwerhörigkeit wurden simuliert.

Inklusion fängt mit Wissen an
Mario Dieninghoff betonte die Bedeutung der Sensibilisierung: "Nur wenn wir verstehen, mit welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderungen im Alltag konfrontiert sind, können wir unsere Angebote und unsere Beratung wirklich inklusiv gestalten." Er organisierte digitale Veranstaltungen, um Wissen über verschiedene Behinderungen und Erkrankungen wie Zwangsstörungen, ADHS oder Depressionen zu vermitteln.



Ein abschließender Workshop richtete sich speziell an Führungskräfte. Die externe Referentin Rebecca Lefèvre sprach über die Inklusion neurodivergenter Menschen und stellte das Konzept der "Stillen Stunde" vor, das auf eine reizärmere Umgebung abzielt. Lefèvre setzt sich als Gründerin des Vereins "Gemeinsam zusammen e. V." für die Sichtbarkeit neurodivergenter Menschen ein.

Dieninghoff ist überzeugt, dass die Aktionen wichtige Schritte waren, betont jedoch: "Inklusion ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess, der kontinuierlich mitlaufen muss - im Denken, im Handeln und in unserer täglichen Arbeit."

Das Team Berufliche Rehabilitation und Teilhabe der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald unterstützt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen bei der Integration in Ausbildung und Arbeit. Weitere Informationen sind online erhältlich. (PM/Red)


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