Pressemitteilung vom 10.03.2026 
Inklusion im Arbeitsalltag: Markus Dreydoppel findet seinen Platz in Neuwied
Markus Dreydoppel hat den Sprung vom Servicebüro einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in die Stadtverwaltung Neuwied geschafft. Sein Weg dorthin begann mit einem besonderen Projekt, das Barrieren abbauen soll. Die Stadt sieht darin eine Chance, wertvolle Arbeitskräfte zu gewinnen.
Neuwied. Der Einstieg von Markus Dreydoppel in die Verwaltung der Stadt Neuwied ist ein positives Beispiel für gelungene Inklusion.
Der 36-Jährige arbeitet seit Kurzem an zwei Tagen in der Woche im Büro von Bürgermeister Peter Jung. Zuvor war er im Servicebüro der Mittelrhein-Logistik des Heinrich-Hauses tätig, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Vom Schichtwechsel zur Festanstellung
Der Wendepunkt kam während des "Schichtwechsels" 2025, einer bundesweiten Aktion, bei der Menschen mit und ohne Behinderung ihre Arbeitsplätze tauschen. Diese Erfahrung führte für Markus Dreydoppel zu einem Praktikum und schließlich zu einer festen Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das Ziel ist eine dauerhafte Integration.
Im Büro des Bürgermeisters unterstützt Dreydoppel den Assistenten Teofil Abu-Mansur bei administrativen Aufgaben wie der Bearbeitung von E-Mails und der Terminverwaltung. Zudem arbeitet er bei der Volkshochschule Neuwied, wo er Daten erfasst und Archivunterlagen bearbeitet. "Ich komme mit den Kollegen gut klar und freue mich, dass ich hier die Gelegenheit bekomme, meine Kenntnisse und Fähigkeiten zu zeigen", erklärt Dreydoppel.
Bürgermeister Peter Jung lobt den Einsatz: "Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Herr Dreydoppel entlastet meinen Assistenten bei vielen administrativen Aufgaben. Er ist engagiert, motiviert und eine sehr offene sowie sympathische Persönlichkeit." Auch Christiane Kahlert aus dem Integrationsmanagement des Heinrich-Hauses hebt den Mehrwert hervor: "Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels bietet Inklusion eine große Chance."
Kooperation mit dem Heinrich-Haus
Dieses Beispiel der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Heinrich-Haus zeigt, wie Integration im Arbeitsalltag gelingen kann. Dirk Rein, Geschäftsführer des Heinrich-Hauses, betont: "Der direkte Austausch zeigt, welche Fähigkeiten unsere Beschäftigten mitbringen." Neben Dreydoppel absolviert auch Sophia Kirst aus der Werkstatt ein Praktikum in der städtischen Kita Rommersdorf.
Der nächste Schichtwechsel im Heinrich-Haus findet in der Woche vom 21. bis 25. September statt. Interessierte Unternehmen können sich bei Christiane Kahlert unter der Telefonnummer 02622-892 42 02 oder per E-Mail an christiane.kahlert@heinrich-haus.de melden. (PM/Red)
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