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Pressemitteilung vom 08.03.2026    

Wölfe in Rheinland-Pfalz: Schutzmaßnahmen für Pferdehalter im Fokus

In Rheinland-Pfalz leben inzwischen fünf Wolfsrudel, was immer wieder zu Übergriffen auf Nutztiere führt. Die Frage, ob Pferde vor Wölfen geschützt werden müssen, beschäftigt die Pferdehalter der Region zunehmend.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Rheinland-Pfalz. Zum Schutz ihrer Tiere vor Wolfsangriffen haben Pferdehalter in Rheinland-Pfalz in den letzten fünf Jahren rund 77.500 Euro aus Landesmitteln erhalten. Seit 2020 wurden 48 Anträge auf Präventionsmaßnahmen genehmigt und fünf abgelehnt, wie das Umweltministerium berichtete. Die Ausgleichszahlungen für Wolfsübergriffe beliefen sich auf insgesamt 1.723 Euro. Attacken auf Pferde durch Wölfe sind jedoch äußerst selten, da Pferde meist wehrhaft sind und nicht zum Beuteschema der Wölfe gehören, erklärte das Ministerium. Bisher wurden in Rheinland-Pfalz zwei Fälle von Wolfsangriffen auf Pferde gemeldet und entschädigt.

Schäden nach Angriffen ausgeglichen
In einem Fall stürzte ein Pferd an einem Hang und starb, wobei Wolfs-DNA festgestellt wurde. Eine Entschädigung wurde gezahlt, da ein Wolf als Verursacher nicht auszuschließen war. Im zweiten Fall wurde ein Esel durch Bisse verletzt, wobei ein Wolf als Verursacher identifiziert wurde. Auch hier wurde der Schaden auf Antrag hin ausgeglichen. Betroffene Tierhalter erhielten zudem Unterstützung bei der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen.




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Fünf Rudel
Um einen Wolfsangriff anzuerkennen, muss das Raubtier eindeutig als Verursacher nachgewiesen werden, etwa durch genetische oder visuelle Nachweise, teilte das Umweltministerium auf eine Anfrage der Freien Wähler mit. Fast 14 Jahre nach dem ersten Wolfsnachweis seit über 100 Jahren gibt es nun fünf Rudel ganz oder teilweise in Rheinland-Pfalz. Diese bestehen laut Ministerium aus neun erwachsenen Wölfen und ihren Jungen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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