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Pressemitteilung vom 08.03.2026    

Amnesty in Neuwied lenkt Blick auf Frauenrechte im Iran und Pakistan

Zum Internationalen Frauentag hat Amnesty International in Neuwied auf Menschenrechtsverletzungen im Iran und in Pakistan aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt standen die Lage von Mädchen und Frauen, politische Forderungen und das Interesse vieler Passanten.

(Foto: Inge Rockenfeller)

Neuwied. Anlässlich des Internationalen Frauentages informierten Mitglieder der Amnesty-International-Gruppe Neuwied bei einem Infostand über die Situation von Mädchen und Frauen im Iran und in Pakistan. Dabei standen aktuelle Menschenrechtsverletzungen, politische Forderungen und mehrere Petitionen im Mittelpunkt. Ziel der Aktion war es, auf konkrete Missstände aufmerksam zu machen und Unterstützung für die Rechte von Frauen und Kindern zu gewinnen.

Am Stand verwiesen die Gruppenmitglieder auch auf die aktuelle Situation im Iran. Nach Darstellung der Gruppe benötigen Kinder, Mädchen und Frauen gerade auch in Kriegszeiten besonderen Schutz. Jutta Krämer und Ute Winkelmann nahmen dabei Bezug auf eine Erklärung der Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Julia Duchrow. Darin wird hervorgehoben, dass der Verlust von Zuhause, das Sterben von Kindern und Frauen in Trümmern sowie Verletzungen grundlegender internationaler Schutzpflichten schwere Folgen für die gesamte Region haben können.

Forderungen an die Regierung im Iran
Unabhängig davon fordert Amnesty International in einer Petition die iranische Regierung auf, die UN-Kinderrechtskonvention ohne Einschränkungen zu ratifizieren. Damit verbunden ist die Forderung, das Mindestalter für die Ehefähigkeit auf 18 Jahre anzuheben.

Hintergrund sind nach Angaben der Organisation Fälle im Iran, in denen Frauen, die als Minderjährige verheiratet wurden, ihre gewalttätigen Ehemänner töteten und dafür zur Todesstrafe verurteilt wurden. Amnesty fordert deshalb, diese Todesurteile aufzuheben. Außerdem setzt sich die Organisation dafür ein, den Straftatbestand der Vergewaltigung in der Ehe in das Strafgesetzbuch aufzunehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Fall der Menschenrechtsverteidigerin Sharifeh Mohammadi. Ihr drohen im Iran 30 Jahre Haft. Sie hatte sich für Frauenrechte und Arbeitnehmerrechte eingesetzt. Amnesty fordert mit einer Petition ihre bedingungslose Freilassung, da sie nach Einschätzung der Organisation allein wegen ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte in Haft gehalten wird.



Menschenrechtslage in Pakistan
Auch die Lage in Pakistan war Thema des Infostandes. Dort sieht Amnesty International Menschenrechtsverletzungen in der Bekleidungsindustrie, von denen besonders Frauen betroffen sind. In einer Petition fordert die Organisation die pakistanische Regierung auf, die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz sicherzustellen, Schutz vor Diskriminierung zu gewährleisten und gerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Damit rückte die Gruppe in Neuwied zwei Länder in den Mittelpunkt, in denen Frauen nach Einschätzung von Amnesty besonderen Belastungen und strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Der Internationale Frauentag wurde so genutzt, um sowohl auf politische Entwicklungen als auch auf konkrete Einzelfälle aufmerksam zu machen.

Großes Interesse an den Petitionen
Gruppenmitglied Theresia Knieke machte deutlich, dass Frauenrechte weltweit weiterhin keineswegs selbstverständlich seien. Solange freie Meinungsäußerung und Schutz vor sexueller Gewalt nicht gesichert seien, bleibe noch viel zu tun. Auch Manfred Kirsch betonte die Bedeutung der Arbeit von Amnesty International. Nach seiner Einschätzung zeige gerade der Umstand, dass Menschenrechte für viele noch immer nicht selbstverständlich seien, wie notwendig dieses Engagement weiterhin ist.

Manfred Kirsch und Theresia Knieke zeigten sich zufrieden mit dem Interesse vieler Passanten an den Rechten von Mädchen und Frauen im Iran und in Pakistan. Viele Interessenten unterschrieben die ausliegenden Petitionslisten und unterstützten damit die Forderungen der Menschenrechtsorganisation. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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