200 Jahre Mutter Rosa: Das Vermächtnis der Ordensgründerin
Die Waldbreitbacher Franziskanerinnen feierten am 24. Februar mit einem festlichen Hochamt den 200. Geburtstag ihrer Gründerin, Mutter Rosa. Die Veranstaltung erinnerte an das beeindruckende Lebenswerk von Margaretha Flesch und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Region.
Waldbreitbach. Am 24. Februar 1826 wurde Margaretha Flesch, bekannt als Mutter Rosa, in Schönstatt bei Vallendar geboren. Zum 200. Geburtstag würdigten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen zusammen mit rund 250 Gästen ihr Erbe. Generaloberin Schwester M. Michaele Rohde betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung von Mutter Rosas Engagement für Arme, Kranke und Waisen. "Unter dem Leitsatz "Lebensstark - ein Leben aus Gott in Schatten und Licht" gedenken wir heute einer mutigen Frau", sagte sie.
Pater Dr. Hans Langendörfer würdigte in seiner Predigt Mutter Rosas tiefes Vertrauen in Gott als ihre Stärke. Trotz eines Lebens im Hintergrund habe sie durch ihr Wirken bleibende Spuren hinterlassen, insbesondere in den Einrichtungen der Marienhaus-Gruppe. Dr. Heinz-Jürgen Scheid, Vorsitzender der Marienhaus Stiftung, hob hervor, dass Mutter Rosa trotz vieler Widerstände die Grundlage für einen der größten Arbeitgeber im Gesundheits- und Sozialwesen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gelegt habe.
Eine Region geprägt
Bürgermeisterinnen Carmen Boden und Monika Kukla unterstrichen in ihrem Grußwort, wie sehr Mutter Rosas Initiative die Region geprägt hat. Pierre Fischer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, ergänzte, dass das Erbe Mutter Rosas identitätsstiftend für Waldbreitbach sei. "Es ist geistliches Erbe - konkrete Nächstenliebe, die Räume schafft, in denen Menschen Halt und menschliche Zuwendung erfahren", erklärte er.
Von Tagelöhnerin zur Ordensgründerin
Margaretha Flesch, die älteste Tochter eines mittellosen Ölmüllers, wuchs in Armut auf. Bereits als junge Frau widmete sie sich aus christlicher Verantwortung der Hilfe für Bedürftige. 1851 zog sie mit ihrer kranken Schwester in eine Klause nahe Waldbreitbach und begann, Arme und Kranke zu betreuen. Ihren Lebensunterhalt bestritt sie als Tagelöhnerin und sammelte Heilkräuter. 1863 legte sie die Gelübde ab und nahm den Namen Schwester Maria Rosa an. Die Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen wuchs schnell und engagierte sich in der Kranken- und Altenpflege sowie in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.
1903 gründeten die Franziskanerinnen die Marienhaus GmbH, die 2011 in die Marienhaus-Stiftung überführt wurde, um das christliche Profil zu bewahren. Heute gehören 104 Schwestern zur Kongregation, die soziale Projekte weltweit unterstützen und damit das Vermächtnis von Mutter Rosa lebendig halten. Red
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