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Pressemitteilung vom 25.02.2026    

IG Metall Neuwied fordert: ZF muss Verantwortung übernehmen

In Ahrweiler spitzt sich die Lage zu: Die IG Metall Neuwied hat am Mittwoch (25. Februar) zu einem Warnstreik aufgerufen. Trotz intensiver Gespräche ist keine Lösung in Sicht, und die Belegschaft fordert mehr Verantwortung vom Management.

Fotos: IG Metall Neuwied

Ahrweiler/Niederzissen. Nach einem weiteren erfolglosen Beratungsgespräch zwischen Arbeitgeber, Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall am Montag (23. Februar) wächst der Druck auf ZF Ahrweiler. Die IG Metall fordert Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag und rief ihre Mitglieder zu einem Warnstreik auf.

Am Mittwoch (25. Februar) um 11.55 Uhr startete ein Autokorso mit 100 Fahrzeugen von Beschäftigten des ZF-Standortes am alten Werk in der Max-Planck-Straße. Ziel war der Neubau des ZF-Werkes in Niederzissen. Unter dem Motto "Wir alle sind ZF Ahrweiler - Für 200 Industriearbeitsplätze in der Region" forderten die Mitarbeiter das Management zum Handeln auf.

Am neuen Werk machten die Teilnehmer nochmals deutlich, warum sie protestieren. Michael Quirmbach, Betriebsratsvorsitzender von ZF Ahrweiler, erinnerte an die vielen Zusagen des Managements bezüglich des Umzugs. Sebastian Hebeisen, DGB-Geschäftsführer der Region Koblenz, lobte den Einsatz der Belegschaft: "Ihr habt den Laden nach der Flut schnell wieder fit gemacht, da war um euch herum noch gar nicht an Arbeit zu denken, da ist bei euch schon wieder die Produktion gelaufen. Dieser Zusammenhalt, diese Solidarität ist eure Stärke." Auch Verbandsbürgermeister Johannes Bell kritisierte die aktuelle Situation: "Wir stehen hier vor einem leeren Gebäude, das ist ein unhaltbarer Zustand. Jetzt liegt es an ZF! Es geht hier nicht nur um Zahlen, es geht um euch, eure Familien, eure Arbeitsplätze, und da ist es ein Unding, euch so lange hinzuhalten."



Parallel zu den Redebeiträgen führten IG-Metall-Mitglieder eine symbolische Aktion durch, indem sie mit einem Rammbock auf den Eingang des Werkes zuliefen, begleitet vom Ruf "Wir wollen hier rein!". Alle Augen richten sich nun auf den nächsten Termin am Freitag, 6. März, bei dem ein Eckpunktepapier erarbeitet werden soll. Markus Eulenbach, Geschäftsführer der IG Metall Neuwied, betonte: "Aktuell ist noch Zeit, diese herausfordernde Aufgabe gemeinsam zu lösen. Die Mitglieder sind entschlossen, für ihre Zukunft in Niederzissen zu kämpfen." (PM/Red)


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