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Pressemitteilung vom 25.02.2026    

Lichtmesstagung setzt klares Zeichen für die Zukunft der regionalen Landwirtschaft

Bei der Lichtmesstagung in Neustadt/Wied standen die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Fokus. Landrat Achim Hallerbach nutzte die Veranstaltung für ein deutliches Bekenntnis zur heimischen Agrarwirtschaft. Dabei ging es um Wirtschaftlichkeit, Standards und Versorgungssicherheit.

Bekannten sich auf der Lichtmesstagung zur regionalen Landwirtschaft. (v.l.n.r.): Ulrich Schreiber (Kreis-Vorsitzender Bauernverband Neuwied), Dr. Jan Bollinger (AFD), Dominik Ehrenstein (1. Vorsitzende VLF Neuwied), Udo Franz (FWG), Lana Horstmann (SPD), Stefan Thoma (FDP), Rolf Allner (Referent und Geschäftsführer Fa. Gobio), Ute Ernst (Grüne), Markus Mille (Moderator und Kreis-Geschäftsführer Bauernverband), Markus Seemann (Grüne), Jürgen Schmied (CDU), Johannes Maur (Landwirtschaftskammer RLP), Landrat Achim Hallerbach, Jan Schumacher (Geschäftsführer VLF Neuwied) (Foto: Martin Boden/Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. In der Wiedparkhalle in Neustadt/Wied trafen sich Landwirte, Vertreter aus Politik und Verwaltung zur traditionellen Lichtmesstagung. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Rahmenbedingungen für die regionale Landwirtschaft sowie deren Bedeutung für Versorgungssicherheit, Umwelt und ländliche Räume. Landrat Achim Hallerbach nutzte das Forum, um die Situation der heimischen Betriebe deutlich zu benennen.

Belastungen für landwirtschaftliche Betriebe
Nach Einschätzung des Landrats steht die Landwirtschaft trotz ihrer zentralen Rolle als Lebensmittelerzeuger unter starkem Druck. Hohe Produktionskosten, die teilweise über den erzielbaren Erzeugerpreisen liegen, stellen viele Betriebe vor wirtschaftliche Probleme. Hinzu kommen steigende Lohnkosten durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns, umfangreiche bürokratische Vorgaben sowie Preisdruck durch große Handelsketten. Auch der anhaltende Flächenverbrauch in einigen Regionen wirkt sich nachteilig auf die betriebliche Planungssicherheit aus.

Internationale Abkommen und gleiche Standards
Grundsätzlich bewertete Achim Hallerbach die Bestrebungen der Bundesregierung, Deutschland als Agrar-Exportland zu positionieren, positiv. Beim derzeit ausgesetzten Mercosur-Abkommen sieht er jedoch klare Bedingungen. Für importierte Produkte aus Ländern wie Brasilien oder Argentinien müssten dieselben Produktions- und Qualitätsstandards gelten wie für heimische Erzeugnisse. Nur so könne verhindert werden, dass regionale Betriebe wirtschaftlich benachteiligt werden. In diesem Zusammenhang betonte der Landrat die Bedeutung der Landwirtschaft für die nationale Versorgungssicherheit.

Rückhalt aus der politischen Diskussion
Auch in einer Podiumsdiskussion mit Bewerbern um ein Landtagsmandat bei der Wahl im März wurde die Position des Landrats parteiübergreifend unterstützt. Einigkeit bestand darin, dass Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Landwirtschaft gemeinsam gedacht werden müssen und politische Entscheidungen die Betriebe nicht zusätzlich schwächen dürfen.



Positive Signale für die Branche
Bereits vor der Lichtmesstagung gab es aus Sicht des Landrats ermutigende Entwicklungen. Dazu zählen das Ende der geplanten Abschaffung der Agrardieselsubventionen sowie die Aussetzung der Regelung zu den sogenannten Roten Gebieten in Rheinland-Pfalz. Zudem wird ein wachsendes Interesse am Ausbildungsberuf Landwirtschaft beobachtet. Dieses Interesse führt Hallerbach unter anderem auf die Anpassungsfähigkeit der Branche und ihren hohen gesellschaftlichen Stellenwert zurück.

Regionale Initiativen und Unterstützung
Der Landkreis Neuwied engagiert sich mit der Naturgenuss-Regionalinitiative aktiv für die heimische Landwirtschaft. Mehr als 80 Erzeugerbetriebe haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen. Unterstützt werden die Betriebe zudem durch die Untere Landwirtschaftsbehörde des Landkreises. Vertreter der Behörde waren bei der Veranstaltung präsent und unterstrichen die enge Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Akteuren.

Position zur Weidetierhaltung
Abschließend bezog Landrat Achim Hallerbach klar Stellung zur Weidetierhaltung. Der Schutz aller Weidetiere erfordere wirksame Maßnahmen, wozu auch eine effektive Wolfsbejagung zähle. Diese müsse zeitnah umgesetzt werden, um die Weidetierhaltung dauerhaft zu sichern. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Asbach & Umgebung
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