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Pressemitteilung vom 24.02.2026    

Neuwied investiert in die digitale Zukunft seiner Schulen

Die Stadt Neuwied setzt auf Digitalisierung und plant, bis 2030 rund 2,4 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur ihrer Grundschulen zu investieren. Bürgermeister Peter Jung betont die Bedeutung dieser Investitionen für Bildungsgerechtigkeit und digitale Mündigkeit. Doch es gibt auch Herausforderungen bei der Finanzierung.

An der Margartenschule Heimbach-Weis. (Foto: Stadt Neuwied/Sebastian Krings)

Neuwied. Die Digitalisierung der Schulen in Neuwied wird mit dem neuen Medienentwicklungsplan für 2026 bis 2030 weiter vorangetrieben. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 2,4 Millionen Euro in die digitale Ausstattung und Betreuung aller 14 städtischen Grundschulen fließen. Bürgermeister Peter Jung hebt hervor, dass der erste Medienentwicklungsplan von 2021 bis 2025 ein bedeutender Fortschritt war.

"Alle unsere Schulstandorte sind heute an Glasfaser angebunden, WLAN ist flächendeckend vorhanden und digitale Tafeln oder mit dem Pad verbundene Fernseher sind Standard in den Klassenräumen", erklärt Jung.

Vier Schwerpunkte für die nächsten Jahre
Die Fortschreibung des Medienentwicklungsplans fokussiert sich auf vier zentrale Bereiche: die Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur, die Aktualisierung der technischen Ausstattung, einen verlässlichen IT-Support sowie finanzielle Verlässlichkeit. Über den Planungszeitraum stehen etwa 2,4 Millionen Euro zur Verfügung, um diese Ziele zu erreichen.



Landeszuschüsse zu gering
Bürgermeister Jung mahnt jedoch, dass die finanzielle Beteiligung des Landes an der technischen Betreuung nicht ausreicht. "Mit lediglich elf Euro pro Schülerin oder Schüler und Jahr lassen sich Wartung, Support und Betrieb moderner IT-Strukturen nicht finanzieren", stellt er klar. Die Stadt Neuwied trägt den Großteil dieser Kosten selbst, doch langfristig sei eine faire Lastenverteilung zwischen Land und Kommunen notwendig. Ein aktuelles Gutachten beziffert die Kosten für Wartung und Verwaltung der Tablets auf 162 Euro pro Schüler und Schuljahr, während das Land nur einen gestaffelten Zuschuss zwischen 5 und 25 Euro anbietet.

Neben der technischen Ausstattung betont Bürgermeister Jung den pädagogischen Auftrag: "Technik allein reicht nicht. Wir müssen junge Menschen befähigen, digitale Medien verantwortungsvoll, kritisch und kreativ zu nutzen." Der Medienentwicklungsplan sei daher nicht nur ein Investitionsplan, sondern auch ein Bildungsplan für digitale Mündigkeit. (PM/Red)


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