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Pressemitteilung vom 20.02.2026    

Kommunen in Rheinland-Pfalz drängen auf mehr Mittel für digitalen Unterricht

In Rheinland-Pfalz wächst der Druck auf das Land, die Finanzierung des digitalen Unterrichts an Schulen zu überdenken. Kommunale Spitzenverbände fordern eine gerechtere Kostenverteilung.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Mainz. Die rheinland-pfälzischen Kommunen verlangen vom Land zusätzliche finanzielle Unterstützung für den digitalen Unterricht an Schulen. Nach einem Gutachten sind die Kosten für den Schul-IT-Support deutlich höher als bisherige Zahlungen seitens des Landes, so die kommunalen Spitzenverbände. Vertreter des Städte- und Landkreistages sowie des Gemeinde- und Städtebundes wollen am Freitag um 10.30 Uhr in Mainz über den Stand der Gespräche mit dem Land berichten.

Für einen reibungslosen Betrieb digitaler Endgeräte wie Tafeln und iPads ist ein umfassender IT-Support notwendig. Diese Aufgabe liegt offiziell bei Land und Kommunen als Schulträger. In der Praxis jedoch wird der IT-Support von den Kommunen erbracht und nahezu vollständig von ihnen finanziert, kritisieren die Verbände.

Ein gemeinsames Gutachten von Land und Kommunen beziffert die jährlichen Kosten für den Schul-IT-Support in Rheinland-Pfalz auf rund 81 Millionen Euro. Bei einer hälftigen Kostenteilung müsste das Land den Kommunen 40,5 Millionen Euro pro Jahr zahlen. Bisher fließen jedoch nur etwa sechs Millionen Euro jährlich.



Jenny Groß, bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, betont die Notwendigkeit einer verlässlichen digitalen Ausstattung der Schulen: "Digitale Bildung ist aus den Klassenräumen nicht mehr wegzudenken." Sie kritisiert, dass die laufenden Kosten für digitale Infrastruktur nicht auf die Kommunen abgewälzt werden dürften, und fordert ein verbessertes Finanzierungsmodell, das den technischen Bedarf berücksichtigt.

Die GRÜNEN-Spitzenkandidatin Katrin Eder sieht ebenfalls Handlungsbedarf: "Das Land muss die Kommunen bei der Digitalen Bildung stärker unterstützen." Sie schlägt vor, dass das Land sich stärker an der Finanzierung von IT-Assistenten beteiligt, die vor Ort die digitale Infrastruktur betreuen. Beide Parteien sind sich einig, dass die Zukunftskompetenzen der Schüler von einer funktionierenden digitalen Bildung abhängen.
(dpa/PMs/Red)


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