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Nachricht vom 19.02.2026    

Ehemalige Rechtsextreme als Präventionshelfer in der Kritik

Das Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz steht dem Einsatz von ehemaligen Rechtsextremen in der Präventionsarbeit skeptisch gegenüber. Eine Studie zeigt, dass ihre Einbindung keine signifikante Reduzierung rechter Einstellungen bewirkt.

Rechtsextremismus. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Mainz. Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz, in dem das Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz angesiedelt ist, äußert Bedenken hinsichtlich der Einbindung von Aussteigern aus der rechtsextremen Szene in die Präventionsarbeit. Gespräche mit pädagogischen Fachkräften sowie Schülerinnen und Schülern hätten keine Hinweise darauf ergeben, dass solche Maßnahmen zu einer Reduzierung rechter Einstellungen und Gewalt führen, so die Behörde.

Gefahr der Traumatisierung oder Retraumatisierung
Stattdessen könnten detaillierte Erfahrungsberichte aus der rechtsextremen Szene bei jungen Menschen Ängste hervorrufen. Jugendliche, die bereits Diskriminierung und Gewalt erfahren haben, könnten sogar traumatisiert oder retraumatisiert werden. Heike Gorißen-Syrbe, Präsidentin des Landesamts, fordert daher eine kritische Überprüfung des bisherigen Einsatzes von Aussteigern.




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Die Behörde hat eine Broschüre für Fachkräfte veröffentlicht und spricht sich gegen verpflichtende Schulveranstaltungen mit Aussteigern aus. Nachhaltige Prävention könne nur gelingen, wenn die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit regelmäßig in der Bildungsarbeit thematisiert wird. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesellschaft  
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