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Nachricht vom 16.02.2026    

Größter Umzug in der VG Ransbach-Baumbach lockte die Jecken nach Nauort

Von Wolfgang Rabsch

In Artikeln des WW-Kuriers von den Karnevalsumzügen in Marienrachdorf und Maxsain, spielte jeweils die aktuelle Wetterlage eine große Rolle. Die Gefahr bestand, dass beide Umzüge von starken Regenschauern begleitet würden. Sie kamen aber mit einem blauen Auge davon, zumindest während der Umzüge blieb es trocken.

Impressionen. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Nauort. Einen Riesenschreck müssen die Verantwortlichen des Rosenmontagszugs (16. Januar) in Nauort erlitten haben, denn über Nacht war der gesamte Westerwald von einer dichten Schneeschicht bedeckt. Gott sei Dank hatte es nicht gefroren, der Schnee war mit Wasser durchzogen und begann morgens, als es etwas wärmer wurde, zu schmelzen. Unter diesen Voraussetzungen erklärten die Verantwortlichen des Karnevalsumzugs in Nauort, dass der Umzug auf jeden Fall stattfinden werde.

Sage und schreibe 34 Gruppen, Karnevalsvereine und Musikvereine hatten sich für den Rosenmontagsumzug in Nauert gemeldet. Mit Fug und Recht und voller Stolz, dürfen die Verantwortlichen der Karnevalsvereinigung Nauort (KVN) behaupten: "In Nauert findet der größte Rosenmontagsumzug in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach statt", so Klaus-Peter Göbel, Vorsitzender der KVN.

Großes Teilnehmerfeld in Nauort
Auszug aus dem Teilnehmerfeld: KVN-Artillerieregiment 2010, Kompost Kolonne, TV o8 Baumbach, KF Blau-Gold Ransbach-Baumbach, Maxsainer Blaskapelle, Wirscheider Frischlinge, Säsemer Ameisen, Juxbunne, Hecke Gecke, Spätzünder, Musikverein Nauort, Garde und Elferrat der KV Nauort.

Als der Zug sich pünktlich um 14.11 Uhr in Bewegung setzte, um eine Runde durch Nauort zu drehen, säumten viele Besucher die Bürgersteige. Viele hatten als wichtigstes Mitbringsel Regenschirme dabei, denn Kaiserwetter war es nicht, was den Umzug begleitete. Mit Unterbrechungen tröpfelte der Regen beständig auf die Teilnehmer des Umzugs und die Besucher herab. Trotzdem kann die Stimmung an der Wegstrecke als durchaus heiter beschrieben werden, denn diejenigen, die dort am Wegesrand standen, wussten genau, dass sie nicht trockenen Fußes nach Hause kommen würden. Mit entsprechender Kleidung war alles zu ertragen, notfalls wurde kräftig von innen gewärmt und vorgeglüht, Material war ausreichend vorhanden.

Wieviel Zuschauer dem Umzug in Nauort einen würdigen Rahmen gaben, kann nicht genau beziffert werden, aber sicherlich waren es mehrere Hundert, die ihren Spaß hatten. Zur Belohnung durften die wetterfesten Narren und Jecken sich über große Mengen Kamelle und andere Wurfgeschosse freuen, die in die Menge geworfen wurden.



Fantasievolle Wägen und Kostüme
In der Dorfmitte hatten sich die meisten Zuschauer versammelt. Dort wurden sie von Moderator Dirk Schmitz bestens unterhalten, der auch die einzelnen Gruppen, Motivwägen und Vereine unterhaltsam vorstellte. Höhepunkt bei einem Karnevalsumzug ist unbestritten der Wagen des Prinzenpaares. In Nauort werden die Narren in dieser Session vom Kinderprinzenpaar Leonie I. und Benjamin II. regiert. Die teilnehmenden Gruppen gefielen durch ausgefallene Kostümierungen, die farbenprächtig und mit viel Fantasie gestaltet wurden. Bei trockenem Wetter wäre die bunte Vielfalt noch besser zur Geltung gekommen. Auch die Motivwägen gefielen durch ihre besondere Ausstattung und Gestaltung. Man muss sich schon wundern, woher die Wagenbauer immer wieder neue Ideen entwickeln und sich Neues einfallen lassen.

After-Zug-Party in der Turnhalle
Erfreulicherweise gehen die Rosenmontagsumzüge in Nauert traditionell in die Verlängerung, da die KVN im Anschluss immer in die Turnhalle zum Rosenmontagsball einlädt. Am Rosenmontag in diesem Jahr wird dort sicherlich die Hölle los sein, denn die Narren, die nass geworden sind, werden froh sein, dass sie sich von innen und von außen in der Turnhalle wärmen können.

Letztendlich werden die Organisatoren der KVN glücklich gewesen sein, trotz der widrigen äußeren Umstände, dem Regen getrotzt zu haben. Gott sei Dank hat es "nur" ein wenig geregnet. Wenn Schnee und Eis liegen geblieben wären, dann wäre sicherlich eine andere Entscheidung getroffen worden. Insofern haben die Nauorter Narren dann verdientes Glück gehabt und werden stark hoffen, dass der 50. Rosenmontagsumzug 2027, zum Jubiläum, mit prächtigem Sonnenschein durchgeführt werden kann. (WR)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke   Karneval  
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