Pressemitteilung vom 12.02.2026 
Platanen Geschwister-Scholl-Schule: Ortsbeirat Heddesdorf fühlt sich übergangen
Am 20. Januar 2026 wurde dem Ortsbeirat Heddesdorf überraschend eine neue Planung für den Schulhof der Geschwister-Scholl-Schule präsentiert. Die geplante Fällung dreier alter Platanen sorgt nun für Unmut und Fragen zur Informationspolitik.
Heddesdorf. Der Ortsbeirat Heddesdorf wurde am 20. Januar 2026 ohne vorherige Ankündigung über die Neugestaltung des Schulhofs der Geschwister-Scholl-Schule informiert. Dabei wurde bekannt gegeben, dass drei etwa 70 Jahre alte Platanen gefällt werden sollen. Auf Nachfrage von Dr. Etscheidt von der gleichnamigen Wählergruppe erklärte man, dass die Bäume gesund seien, jedoch der Platz für Baustellenfahrzeuge zu knapp sei, um sie ausreichend zu schützen. Zudem sei die Planung in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern entstanden und entspreche deren Vorstellungen. Wir berichteten.
Da der Ortsbeirat im Vorfeld nicht informiert war, musste Dr. Etscheidt nachträglich Informationen zum Zustand der Bäume und möglichen Schutzmaßnahmen einholen. Sie stellte fest, dass die Planungen von Anfang an ohne Berücksichtigung der Platanen erfolgt waren. Beschwerden über herabfallendes Laub und Allergene führten dazu, dass sich niemand aktiv für den Erhalt der Bäume einsetzte. "Die Quittung wird die Schule spätestens im Sommer bekommen, wenn sich die bisher beschatteten Schulhofflächen und Gebäude aufheizen", so die Einschätzung der Wählergruppe.
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Platanen sind als klimaresilient bekannt und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Ihre positiven Umweltwirkungen werden dem gesamten Quartier fehlen, bis die neu gepflanzten Bäume diese Funktionen übernehmen können – was laut Experten Jahrzehnte dauern kann. Landschaftsarchitekten betonen, dass es möglich ist, Altbäume in Neuplanungen zu integrieren, wie das Beispiel des Rhein Wied Gymnasiums zeigt. Zudem befindet sich der Schulhof auf einem Gelände mit römischen Kulturerben, was besondere Herausforderungen bei der Umsetzung der Planungen darstellen könnte.
Dr. Etscheidt kritisiert, dass der Ortsbeirat diese Informationen gerne früher gehabt hätte. Während die Notwendigkeit einer Neuplanung unbestritten ist, sieht sie das Hauptproblem darin, dass in Neuwied Planungen häufig ohne Berücksichtigung des Altbaumbestands beginnen. PM/Red
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