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Pressemitteilung vom 05.02.2026    

Tödlicher Angriff auf Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz - Ermittlungen laufen

Nach dem tragischen Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz stehen die Ermittler vor einer Vielzahl offener Fragen. Der Vorfall hat eine breite Diskussion über die Sicherheit im Regionalverkehr entfacht.

(Foto: Patrick von Frankenberg/dpa)

Mainz. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter während einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz untersucht die Polizei derzeit Spuren und Videoaufzeichnungen aus dem betroffenen Zug. Die Tat ereignete sich am frühen Montagabend, doch das genaue Motiv bleibt unklar, da der Verdächtige weiterhin schweigt.

Ein 36-jähriger Bahnmitarbeiter kontrollierte in einem fahrenden Regionalexpress nahe Kaiserslautern einen Mann ohne gültiges Ticket. Laut Polizei forderte der Zugbegleiter den 26-jährigen Fahrgast auf, den Zug beim nächsten Halt in Homburg zu verlassen. Der Mann reagierte daraufhin unvermittelt mit heftigen Faustschlägen. Serkan C., der Zugbegleiter, verlor das Bewusstsein, musste reanimiert werden und verstarb eineinhalb Tage später an einer Hirnblutung, verursacht durch stumpfe Gewalt gegen den Kopf. Bei der Tat wurden keine Waffen eingesetzt.

Der mutmaßliche Täter, ein Grieche mit Wohnsitz in Luxemburg, wurde kurz nach der Tat festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Er war in Deutschland bislang polizeilich unauffällig und hatte keine Vorstrafen.



Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen. Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), fordert mehr Schutz für Zugbegleiter, darunter die ständige Begleitung durch Kollegen und das Tragen von Bodycams.

Laut Deutscher Bahn gibt es jährlich durchschnittlich acht Übergriffe pro Tag auf ihre Mitarbeiter. Ein Bahnsprecher erklärte, dass etwa die Hälfte der Angriffe das Zugpersonal betreffen. Eine spezielle App ermöglicht es, solche Übergriffe zu melden, und immer mehr Mitarbeiter nutzen Bodycams, die deeskalierend wirken können. Dennoch gibt es keinen vollständigen Schutz gegen extreme Gewalt.

Kriminologe Tobias Kulhanek von der Leibniz Universität Hannover betont, dass solch extreme Taten selten sind und schwer zu verhindern. "Es würde diese Tat aber nicht verhindern, diese Ehrlichkeit gehört auch in die Debatte", so Kulhanek. (dpa/bearbeitet durch Red)


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