Werbung

Pressemitteilung vom 04.02.2026    

Westerwälder Landräte fordern Nachtflug-Genehmigungen für Rettungshubschrauber

Die drei Westerwälder Landräte Achim Hallerbach, Dr. Peter Enders und Achim Schwickert setzen sich für die Erweiterung der Einsatzzeiten von Rettungshubschraubern in Rheinland-Pfalz ein. Sie fordern 24-Stunden-Betrieb auch im Westerwald.

Symbolbild "Christoph 23"

Westerwald. Im Zuge der Ausweitung der Fluggenehmigung für den in Mainz stationierten ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 77" auf Einsätze rund um die Uhr, fordern die Landräte Achim Hallerbach (Kreis Neuwied), Dr. Peter Enders (Kreis Altenkirchen) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis) eine ähnliche Regelung für den Norden von Rheinland-Pfalz. "Diese notwendigen Anpassungen sollten in einem ersten Schritt für die, an den Standorten Koblenz, Wittlich und am Nürburgring, bereits etablierten Rettungshubschrauber-Dienste erfolgen", betonen die Landräte. Sie argumentieren, dass keine langwierigen Prüfungen nötig seien, da es lediglich um eine zeitliche Erweiterung ginge. Sie plädierten vor allem für eine Gleichbehandlung aller rheinland-pfälzischen Regionen

Die Landräte kritisieren, dass die bisherige Entscheidung des Landes zugunsten von Mainz unzureichend ist. "Unglücke passen sich weder einem "Nine-to-Five-Schema" noch einer geographischen Festlegung an", so die Landräte. Sie fordern ein gut strukturiertes Netz von 24/7-Luftrettungs-Gestattungen im gesamten Bundesland.

Stärkung der Notfall- und Intensivmedizin
Innenminister Michael Ebling hatte die Ausweitung des Flugbetriebs in Mainz mit einer Stärkung der Notfall- und Intensivmedizin begründet. Die Landräte sehen jedoch einen größeren Bedarf im ländlichen Raum, insbesondere nach den Schließungen mehrerer Krankenhäuser. "Wir haben deutlich längere Wege für Rettungsmittel, deshalb wird ein Rettungshelfer mit Nachtflugzulassung dringend benötigt", unterstreichen sie gemeinsam.



Die Landräte hoffen, dass zeitnah entsprechende Nachtflug-Genehmigungen erteilt werden. Sie kritisieren die "sehr bedauerliche Entwicklung", dass die Landesregierung den Problemen der Krankenhauslandschaft planlos zugesehen habe.

Entscheidende Zeitgewinne
Im Hinblick auf den Zusammenhang von medizinischer Infrastruktur und Effizienz können die Kreis-Chefs hingegen einer Aussage des rheinland-pfälzischen Innenministers sogar zustimmen: Ebling hatte darauf verwiesen, dass sich die Krankenhauslandschaft mit zunehmenden Spezialisierungen und längeren Wegen spürbar verändert habe und die Luftrettung nachts gerade bei zeitkritischen Krankheitsbildern entscheidende Zeitgewinne ermöglichen könne. Abschließend betonen sie: "In der Tat ergänzt der Hubschrauber den bodengebundenen Rettungsdienst sinnvoll - aber eben nicht nur in der Stadt, sondern gerade bei uns auf dem Land." (PM/Red)


Mehr dazu:   Blaulicht   Gesundheitsversorgung   Politik & Wahlen  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Karnevalsumzug am Veilchendienstag in Montabaur - trotz Regens von Erfolg gekrönt

Regenschauer waren in Montabaur zu vermelden, die jedoch in längeren Pausen ihre Tätigkeit auch einstellten. ...

Steigende Wasserstände in Koblenz - Hochwasser-Scheitel am Donnerstag erwartet

Die Wasserstände der Flüsse Rhein und Mosel steigen in den kommenden Tagen wieder leicht an. In Koblenz ...

Musik, tolle Kostüme und gute Laune: Großmaischeid feiert Karneval bei jedem Wetter

Der Wettergott hielt am Veilchendienstag für die Karnevalisten in Großmaischeid eine Herausforderung ...

Musik zum Mittagsläuten begleitet die Fastenzeit in Neuwied

Mit Beginn der Fastenzeit startet in Neuwied eine bewährte Konzertreihe. In der St. Matthiaskirche erklingen ...

Polizei Bendorf warnt vor Betrugsanrufen

Im Dienstgebiet der Polizei Bendorf häufen sich derzeit betrügerische Anrufe. Die Betrüger versuchen ...

Öffentlichkeitsfahndung: Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs - Polizei sucht Zeugen

In Neuwied wurde eine 91-jährige Frau Opfer eines dreisten Betrugs. Eine unbekannte Täterin kontaktierte ...

Weitere Artikel


Energieversorgung Mittelrhein erneut unter den innovativsten Mittelständlern

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat es wieder geschafft: Sie gehört zu den innovativsten mittelständischen ...

Fördermittel für Schulsozialarbeit in Neuwied

In Neuwied wird die Schulsozialarbeit im Jahr 2026 mit einer erheblichen finanziellen Unterstützung gefördert. ...

Diebstähle auf dem Friedhof von Oberdreis

Zwischen Oktober 2025 und Anfang Februar 2026 ereigneten sich auf dem Friedhof in Oberdreis mehrere Diebstähle. ...

Grüne Politiker besuchen Frauenbegegnungsstätte UTAMARA in Kasbach-Ohlenberg

Die Grünen-Politiker Ute Ernst, Markus Seemann und Lukas Böhm besuchten die Frauenbegegnungsstätte UTAMARA ...

Großes Interesse an DRK-Präsentation an der Alice Salomon Schule in Linz

In der Alice-Salomon-Schule in Linz am Rhein fand eine besondere Veranstaltung statt, die das Deutsche ...

Bund fördert strategische Entwicklung der Region mit 405.000 Euro

Die Bundesstadt Bonn und die angrenzenden Kreise Rhein-Sieg, Ahrweiler und Neuwied haben eine bedeutende ...

Werbung