E-Shishas und moderne Vape-Produkte im Trend: Auch im nördlichen Rheinland-Pfalz
Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Blickt man auf die Statistiken, so könnte man annehmen, die junge Generation raucht weniger. Das ist allerdings zumindest nur halb wahr, denn seit geraumer Zeit erfreuen sich Alternativen zur klassischen Zigarette wachsender Beliebtheit. Der Trend zu E-Shishas und modernen Vape-Produkten macht sich mittlerweile selbstverständlich auch im nördlichen Rheinland-Pfalz bemerkbar – insbesondere bei jungen Erwachsenen.
Was steckt hinter dem Trend, was ist eigentlich der Unterschied zwischen E-Shishas und Vapes und wie ist die Entwicklung einzuschätzen?
Das boomende Geschäft mit dem Dampf
Die Versprechen der Hersteller sind groß: "Rauchgenuss ganz ohne Tabak", "schadstoffarm" oder auch "Entdecke die Vielfalt der Geschmacksrichtungen!". Ob das wirklich so stimmt, ist hoch umstritten, fest steht aber: Das Geschäft mit den bunten, süß riechenden Geräten boomt. Alleine im vergangenen Jahr 2025 belief sich der Umsatz in Deutschland auf fast 72 Millionen Euro, für das Jahr 2030 prognostizieren Experten ein Marktvolumen von rund 118 Millionen Euro. Doch worum handelt es sich bei Vapes und E-Shishas überhaupt?
Sogenannte Vapes, zu Deutsch etwa Verdampfer, sind kleine, batteriebetriebene Geräte, welche eine Flüssigkeit (Liquid) erhitzen und dadurch Dampf (Vape) erzeugen, welcher durch ein Mundstück inhaliert werden kann. Im Gegensatz zum Rauchen von Zigaretten gibt es dabei keine Verbrennung und somit auch keinen typischerweise als unangenehm empfundenen, klassischen Zigarettengeruch. Während Vapes ein allgemeiner Oberbegriff für elektrische Verdampfer ist, stellen E-Shishas eine spezielle Form von Vapes dar, die ein Wasserpfeifen- (Shisha-) ähnliches Erlebnis durch intensiven Geschmack und dichten Rauch imitieren.
Vom Nischenprodukt zum Massentrend
Um zu verstehen, warum der E-Shisha- und Vape-Trend heute allgegenwärtig ist, muss man verschiedene Faktoren berücksichtigen. Zwar gibt es erste marktreife Modelle bereits seit 2003 (China), diese erreichten die EU und damit Deutschland allerdings erst 2008. Die ersten Versionen waren aber oft unhandlich, kompliziert zu bedienen, und richteten sich mehr an Raucher, die eine moderne, vermeintlich gesündere Alternative zu Zigaretten ausprobieren wollten.
Ab 2015 herum kamen neue, kompaktere Geräte auf den Markt und zahlreiche fruchtig süße Geschmäcker verdrängten nach und nach die tabakähnlichen. Der endgültige Durchbruch gelang etwa 2022 durch die Einführung von Einweg-Vapes wie Elfbar und Co. welche den Einstieg in das Vapen besonders einfach machen sollen: Kaufen, vapen, wegwerfen. Genau diese Vapes erfreuen sich nun unter jungen Erwachsenen zunehmender Beliebtheit, und das vor allem aus folgenden Gründen:
- leichter Einstieg, weil kostengünstig
- leckere Geschmacksrichtungen
- kein Kratzen
- kein Zigarrettengeruch
- Gruppenzugehörigkeit / Lifestyle
Zwar sind diese Vapes besonders praktisch und bieten eine Aromenvielfalt von Apfel über Mango bis Zimt, allerdings hat vor allem die zunehmende Umweltbelastung durch falsch entsorgte Vapes für Diskussionen gesorgt. Während Frankreich bereits ein Verbot für Einweg-Vapes erlassen hat, kommt ein entsprechendes Gesetz in Deutschland wohl Ende 2026 zum Tragen.
Nachhaltigkeit statt Einweg: Warum Vapes das Verbot überleben werden
Selbstverständlich gibt es Kritik an E-Zigaretten und Vapes. Neben der erwähnten Umweltbelastung sehen viele vor allem eine Gefahr in den Geschmäckern. Aus ähnlichen Gründen wie das Verbot von Alkopops vor rund 20 Jahren, würde es Jugendlichen zu einfach gemacht, bzw. die Hemmungen genommen. Doch genau wie es mittlerweile zahlreiche andere Mixgetränke mit Alkohol gibt, werden Vapes und E-Shishas durch das Verbot von Einweg-Vapes wohl kaum gänzlich verschwinden. Schon jetzt haben Hersteller reagiert und Alternativen entwickelt. Wiederbefüllbare und mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattete Systeme wie beispielsweise Elfa Pods versprechen mehr Nachhaltigkeit und Flexibilität.
Vapes werden also bleiben, so viel steht fest. Dennoch bleiben gewisse Fragen, beispielsweise, ob E-Shishas und Vapes tatsächlich gesünder sind, als klassisches Rauchen. Jeder vernünftige Arzt würde in diesem Zusammenhang sagen, dass es, wenn überhaupt, weniger schädlich, keinesfalls aber gesünder ist. Allerdings bleiben verwertbare Studien bislang aus. Zwar erzeugen Vapes keinen Verbrennungsrauch und somit auch weniger Teer als Zigaretten, welche Substanzen sich letztlich aber in den Liquids befinden, bleibt im Zweifel schleierhaft. Bis hierauf eine verlässliche Antwort gegeben werden kann, müssen noch einige Langzeitstudien erfolgen.
Fazit
Man kann davon ausgehen, dass sich an der Beliebtheit von Vapes und E-Shishas auf absehbare Zeit kaum etwas ändern wird, sofern Gesetze den Verkauf entsprechender Produkte nicht komplett verbieten. Wichtig ist es, Jugendliche besser vor dem Konsum zu schützen und mehr Forschungsarbeit in die Erforschung von Risiken und Gefahren zu investieren. Wer möglichst gesund leben möchte, sollte im Zweifel nichts einatmen, außer frischer Luft. (prm)












