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Nachricht vom 02.02.2026    

Grüner Strom für Neuwied: Photovoltaik-Projekt startet

Die Stadtwerke Neuwied (SWN) bereiten den Bau einer großen Photovoltaikanlage auf dem Gelände der Gaskugel vor. Diese soll künftig einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs der Wasserförderung in der Stadt decken. Der Stadtrat hat bereits die notwendigen Planungen genehmigt.

Auf dem Gelände der bekannten Gaskugel in der Hafenstraße wird das Wasser für Neuwied gefördert. Den Strom für die Pumpen, gut zwei Millionen Kilowattstunden, wollen die SWN mit einer PV-Anlage auf dem Gelände erzeugen. Fotos: Gerd Neuwirth/SWN

Neuwied. Die Vorbereitungen für eine Photovoltaikanlage, die jährlich rund 2,1 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen soll, sind im Gange. Diese wird auf dem Gelände der ehemaligen Gaskugel installiert, wo das Wasser für etwa 65.000 Einwohner gefördert wird. Julian Scherhag, Bereichsleiter bei den SWN, erläutert: "Mit der PV-Anlage können wir den Betrieb - bilanziell, da nachts ohne Sonne kein Strom erzeugt werden kann - künftig klimaneutral durch selbst erzeugten Strom gewährleisten." Auch für Zeiten mit geringem Ertrag und während der Nacht ist die Versorgung gesichert, da die SWN bereits an Speicherlösungen arbeiten.

Mit einem kürzlich gefassten Beschluss des Stadtrats ist das notwendige Planungsrecht geschaffen worden. Der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan wurden angepasst. Nun wird das Gelände vorbereitet, indem alte Baumschulreihen entfernt werden. David Weis, Projektbegleiter, betont: "Die erforderlichen Genehmigungen der Naturschutzbehörden liegen vor." Als Ausgleichsmaßnahme sollen ein neuer Wald im südlichen Teil entstehen, Bäume entlang der Hafen- und Bogenstraße gepflanzt und eine Ausgleichsfläche im Engerser Feld ausgewiesen werden.



Scherhag und Weis heben die Vorteile hervor: "Wir stärken unsere Wasserversorgung durch eine eigene Stromerzeugung und schaffen einen Ausgleich." Zudem vermeidet die Anlage jährlich 270 Tonnen CO₂. Weis ergänzt: "PV ist um ein Vielfaches effizienter als Waldflächen." Trotz einer Fällgenehmigung bleibt eine alte Eiche erhalten.

Der Fortschritt der Technologie seit Beginn der Planungen vor vier Jahren ermöglicht es, die Anzahl der Module von 5300 auf etwa 4500 zu reduzieren. Gleichzeitig sind die Kosten von ursprünglich 1,7 Millionen Euro auf jetzt 1,3 Millionen Euro gesunken, was die Investition innerhalb von weniger als zehn Jahren rentabel macht. Red


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