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Pressemitteilung vom 28.01.2026    

Projekt KipsE wird Daueraufgabe: Kreis Neuwied stärkt Unterstützung für belastete Kinder

Im Kreis Neuwied wird ein erfolgreiches Modellprojekt verstetigt. Das Pilotprojekt zur Unterstützung von Kindern psychisch und suchterkrankter Eltern wird in eine unbefristete Aufgabe im Kreisjugendamt überführt. Die Entscheidung soll Versorgungslücken schließen und belasteten Familien langfristig Orientierung und Hilfe bieten.

Über 90 Fachkräfte waren beim 3. KipsE-Treffen im vergangenen Jahr in Neustadt/Wied zum Austausch zusammengekommen. Von links nach rechts: Landrat Achim Hallerbach, Elisabeth Schmutz (ism gGmbH Mainz), Projektkoordinatorin KipsE Laura Rockenfeller sowie der zu diesem Zeitpunkt noch stellvertretende Leiter des Kreisjugendamtes, Uwe Kukla. (Archivfoto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. Das Modellprojekt Kommunales Gesamtkonzept zur Verbesserung der Unterstützung von Kindern psychisch und suchterkrankter Eltern, kurz KipsE, wird dauerhaft im Kreisjugendamt verankert. Der Landkreis beteiligte sich ab 2023 als eine von drei Pilotkommunen in Rheinland-Pfalz an dem Vorhaben. Ziel war es, die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, die in Haushalten mit psychischen Erkrankungen oder Suchtthematiken aufwachsen. Nach Ende der dreijährigen Projektphase zum 31. Dezember 2025 entschied der Kreis, die Struktur fortzuführen und eine unbefristete Personalstelle für das Themenfeld zu schaffen.

Projektverlauf und Inhalte
Die Koordination lag während der Projektphase bei der Mitarbeitenden Laura Rockenfeller aus dem Kreisjugendamt. Fachlich begleitet wurde das Projekt durch das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz e. V. Zunächst erfolgte eine umfassende Bedarfsanalyse, um zu erheben, wie viele Kinder und Jugendliche betroffen sind, welche Versorgungsstrukturen existieren und wo Lücken bestehen. Auf dieser Datengrundlage wurden passgenaue Unterstützungsangebote entwickelt und umgesetzt. Diese Angebote richteten sich sowohl an Vorschulkinder als auch an Jugendliche und dienten als Präventions- und Entlastungsbausteine.

Netzwerkarbeit und Fachdialog
Ein zentrales Element des Projekts waren die jährlichen KipsE-Netzwerktreffen. Bis zu 90 Fachkräfte aus Sozialpädagogik, Medizin und angrenzenden Arbeitsfeldern nutzten diese Treffen für Austausch, Fallbesprechungen und Diskussionen zu Versorgungsstrukturen. Die Netzwerktreffen ermöglichten eine bessere Verbindung zwischen unterschiedlichen Hilfesystemen und trugen dazu bei, unklare Zuständigkeiten zu reduzieren. Die regelmäßige Organisation dieser Formate gilt als ein Schlüssel für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Themas.




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Fokus auf betroffene Kinder
Aus bundesweiten Schätzungen ergibt sich, dass im Landkreis Neuwied rund 7.000 Kinder und Jugendliche mit mindestens einem psychisch erkrankten oder suchtbelasteten Elternteil leben. Diese Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf. Für diese Kinder besteht ein erhöhtes Risiko für Überforderung, Entwicklungsverzögerungen oder eigene psychische Belastungen. Das Projekt integrierte daher sowohl direkte Unterstützungsangebote für Betroffene als auch Maßnahmen zur Sensibilisierung der Fachwelt. Dazu gehörten Fortbildungen, Informationsveranstaltungen und die Stärkung fachlicher Kompetenzen in Kindertagesstätten, Schulen, Beratungsstellen und medizinischen Einrichtungen.

Dauerhafte Verankerung
Nach Ablauf der Projektlaufzeit entschied der Kreis, die aufgebauten Strukturen nicht auslaufen zu lassen. Die neu geschaffene unbefristete Personalstelle gehört zu den ersten dieser Art in Rheinland-Pfalz. Ziel ist eine fortlaufende Weiterentwicklung der Angebote, eine stabile Netzwerkkoordination sowie die nachhaltige Wahrnehmung der Zielgruppe im Jugendhilfe- und Gesundheitskontext. Somit wird aus dem zeitlich begrenzten Modellprojekt eine dauerhafte Fachaufgabe im Kreisjugendamt.

Informationen und Zugang zu Hilfen
Eine Übersicht über Hilfsangebote im Landkreis Neuwied ist im digitalen Beratungsführer für Kinder, Jugend und Familie unter www.beratung-neuwied.de abrufbar. Der Beratungsführer unterstützt Betroffene, Angehörige und Fachkräfte dabei, lokal passende Anlaufstellen zu finden. Damit ergänzen digitale Strukturen die fachliche Arbeit und erleichtern den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten im Sozialraum. (PM/bearbeitet durch Red)


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