Werbung

Pressemitteilung vom 26.01.2026    

Die Amnesty International Gruppe traf sich in Neuwied zum Holocaust-Gedenktag

Amnesty-Mitglied Inge Rockenfeller eröffnete die Zusammenkunft aus Anlass des Holocaust-Gedenktages zu einer Kranzniederlegung am "Mahnmal für die Opfer des Faschismus" am Graf-Friedrich-Platz in Neuwied, um der Opfer des nationalsozialistischen Terror-Regimes vor 81 Jahren zu gedenken.

Die Amnesty International Gruppe traf sich in Neuwied zum Holocaust-Gedenktag. (Foto: Veranstalter)

Neuwied. Der Stadtvorstand war durch den Beigeordneten Ralf Seemann vertreten, der appellierte, die Erinnerung an das Grauen wachzuhalten, damit sich so etwas nie wiederhole. Auschwitz stehe heute als Symbol für das, was geschehe, wenn Hass, Ideologie und Gleichgültigkeit zusammenkämen. Gleichgültigkeit sei der Nährboden für das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte gewesen. Demokratie lebe hingegen von Haltung, Respekt und Anerkennung der Würde jedes Menschen.

Amnesty-Mitglied Manfred Kerber las die Rede von Manfred Kirsch, der durch einen Unfall verhindert war. Manfred Kirsch erinnerte an das grauenhafte Bild des Schreckens bei der Befreiung des KZs Auschwitz-Birkenau und problematisierte die Gefährdung unserer Demokratie in derGegenwart. Er sprach das Geschwafel von Remigration als Beleg für die inhumane Einstellung Rechtsextremer in der Geflüchtetenpolitik an und ging ausführlich auf den zunehmenden Antisemitismus ein.

Zwischendurch setzte Friederike Kühnreich einen eigenen Akzent, indem sie den Begriff "kriegstüchtig" ihre Gedanken zur Friedenstüchtigkeit entgegenstellte.

Pfarrer Wilfried Neusel, der als Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland von 2000 bis 2009 auch für den christlich-jüdischen Dialog verantwortlich war, stellte heraus, dass Margot Friedländer mit ihrer Mission "Seid Menschen, respektiert Menschen, es gibt kein jüdisches, kein christliches und kein muslimisches Blut, es gibt nur menschliches Blut" nicht nur in Deutschland viel Zustimmung gefunden hat und findet. Dass ein leidgeprüftes Opfer wie Margot Friedländer zur Quelle von Versöhnung, Toleranz und Eintreten für die Menschenrechte geworden sei, mache dankbar und ermutige uns, ihrem leuchtenden Beispiel zu folgen, allen Widrigkeiten zum Trotz.

Mitglieder der Amnesty-Gruppe sprachen Zitate von Margot Friedländer. Es wurde ein Blumengesteck vor dem Ehrenmal aufgestellt, und bei einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden der Opfer des Nationalsozialismus und allen Opfern von Menschenrechtsverletzungen weltweit.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Sachbearbeiter/-in Personal

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Umwelttechnologe für Wasserversorgung (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Auch Amnesty-Mitglied Susanne Kudies ging in ihrem Schlusswort ausführlich auf Margot Friedländer ein, eine der wichtigsten Kronzeuginnen der Shoa. Ihre Botschaft an uns ist: "Seid Menschen, bewahrt unsere Demokratie und passt auf unser Land auf." (PM)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Frontalzusammenstoß auf der B413 in Bendorf: Eine Person leicht verletzt

Am Montagnachmittag (27. April) ereignete sich auf der B413 in Bendorf ein Verkehrsunfall. Zwei Pkw kollidierten ...

Neuronetzwerk nördliches Rheinland-Pfalz setzt auf Vernetzung und Digitalisierung

Das Neuronetzwerk nördliches Rheinland-Pfalz hat bei seinem zweiten Treffen in der BDH-Klinik Vallendar ...

Gemeinschaftsaktion "Linz putzt sich raus" verschönert die Stadt

Am Samstag (25. April) fand in Linz am Rhein eine Aufräumaktion statt, die Freiwillige mobilisierte. ...

Auftaktveranstaltung der Region Bundesstadt Bonn mit dem Projekt ZukunftsBundRegion

In einer richtungsweisenden Veranstaltung am RheinAhrCampus in Remagen wurde das Projekt ZukunftsBundRegion ...

Brexbachtalbahn: FWG Bendorf bleibt skeptisch, lobt jedoch Engagement

Die Reaktivierung der Brexbachtalbahn sorgt in Bendorf für Diskussionen. Während der Verein Brexbachtalbahn ...

Dank, Rückblick und Ehrungen: Abend der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Hönningen

Am Freitag (24. April) fand in Leutesdorf der traditionelle Abend der Feuerwehren der Verbandsgemeinde ...

Weitere Artikel


Lkw-Fahrer flüchtet nach Unfall auf der L251 bei Neustadt/Wied

Auf der Landstraße L251 kam es bereits am 23. Januar 2026 zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw und ...

Feierliche Eröffnung des MVZ St. Matthias in Neuwied

In Neuwied wurde das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) St. Matthias mit einer festlichen Zeremonie ...

Steuerbescheide in Rheinland-Pfalz ab 2027 primär digital

Ab dem Jahr 2027 wird sich die Zustellung von Steuerbescheiden in Rheinland-Pfalz grundlegend ändern. ...

Grüne Fraktionen fordern Einführung eines Klima-Checks im Kreis Neuwied

Die Grünen im Kreis starten das Jahr mit einem Vorstoß für mehr Klimaschutz. Sie möchten, dass bei allen ...

Solidaritätsaktion an der Balduinbrücke in Koblenz: Menschenkette für die Ukraine

Am Donnerstag (22. Januar 2026) versammelten sich zahlreiche Menschen in Koblenz zu einer besonderen ...

Neuwied: Friedhelm Adorf wird Dritter bei der Wahl zum "Masters-Sportler des Jahres"

Friedhelm Adorf, ein renommierter Sprinter aus Heupelzen, erreichte bei der diesjährigen Wahl zum "Masters-Sportler ...

Werbung