Pressemitteilung vom 26.01.2026 
Grüne Fraktionen fordern Einführung eines Klima-Checks im Kreis Neuwied
Die Grünen im Kreis starten das Jahr mit einem Vorstoß für mehr Klimaschutz. Sie möchten, dass bei allen Sitzungsvorlagen eine neue Rubrik eingeführt wird, die die Klimarelevanz der Themen bewertet. Was genau dahinter steckt und welche Vorbilder es bereits gibt, zeigt ein Blick auf den Antrag.
Kreisgebiet. Die Grünen Fraktionen im Kreis haben einen Antrag eingebracht, um einen sogenannten Klima-Check in den Verwaltungen einzuführen. Dieser soll dazu dienen, Sitzungsvorlagen um die Rubrik "Klimarelevanz" zu erweitern. Dabei sollen die Verwaltungen den jeweiligen Sachverhalt als "Klimarelevant", "Eventuell klimarelevant" oder "Nicht klimarelevant" einstufen. In den ersten beiden Fällen ist zudem ein Kurzkommentar zu den Klimaauswirkungen vorgesehen.
Ute Ernst, die den Antrag mitverfasst hat und Grüne Landtagskandidatin im Wahlkreis 3 ist, erklärt: "Wir beschränken den Klima-Check auf die Bereiche Beschaffung und Bauwesen. Dort haben wir echte Hebel - und dort erzielen wir Klimaschutz, der wirkt, ohne Verwaltung und Haushalt zusätzlich zu belasten."
Stadt Neuwied als Vorbild
Ein Vorbild für dieses Vorhaben ist die Stadt Neuwied, wo ein ähnlicher Beschluss bereits 2023 gefasst wurde. Markus Seemann, Stadtrat in Neuwied und Grüner Direktkandidat im Wahlkreis 4, erläutert: "Hier haben wir uns im Bündnisbeschluss schon 2023 für die Einführung eines Klima-Checks ausgesprochen, und zwar fraktionsübergreifend, in guter Zusammenarbeit mit der Verwaltung und prioritär. Das zeigt die allgemein anerkannte Sinnhaftigkeit nachhaltiger Klimaverträglichkeitsprüfungen."
Seemann begrüßt es, dass die Grünen Fraktionen in allen sieben Verbandsgemeinden den Antrag auf einen Klima-Check in ihre Räte einbringen möchten. (PM/Red)
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