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Pressemitteilung vom 25.01.2026    

Neuwied plant neue Heimat für Karnevalswagen nach verheerendem Brand

Ein Jahr nach dem verheerenden Brand eines Lokschuppens in Neuwied-Engers, der die Karnevalswagen und Dekorationen des örtlichen Karnevalsvereins zerstörte, ist die Gemeinschaft noch immer dabei, die Folgen zu bewältigen. Doch die Unterstützung von befreundeten Vereinen gibt Hoffnung.

(Foto: Thomas Frey/dpa)

Neuwied. Ein Jahr nach dem Brand eines Lokschuppens mit Karnevalswagen und Dekorationen ist beim Karnevalsverein in Neuwied-Engers noch nicht alles wieder im Lot. "Weil die Halle ist weg und die kommt auch so nicht mehr wieder", erklärt Ansgar Schunkert, Präsident der Großen Engerser Karnevalsgesellschaft, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dank der Hilfe befreundeter Vereine kann der diesjährige Karneval dennoch gefeiert werden. "Wir haben das Glück, dass wir befreundete Vereine in den Nachbarorten haben, wo wir dann die Wagen bauen konnten", so Schunkert. Der Elferratswagen wird derzeit bei einer Spedition in Bendorf untergebracht, die den Platz kostenlos zur Verfügung stellt. "Das ist sehr nett, sehr gut und hilft uns natürlich ungemein weiter."

Verheerender Brand in der Silvesternacht
In der Silvesternacht Anfang 2025 hatte ein Brand den Engerser Lokschuppen vollständig zerstört. Neben Karnevalswagen waren dort auch Bühnenbilder und Hütten für den Weihnachtsmarkt gelagert. Fünf Feuerwehrkräfte wurden bei dem Einsatz verletzt. Der plötzliche Verlust traf den Verein hart - insbesondere kurz vor der Karnevalssession. Sofort sprangen andere Vereine ein und liehen Wagen aus. Zwei Benefizsitzungen halfen zudem, Geld für den Wiederaufbau zu sammeln. Schon damals äußerte Schunkert: "Der Plan ist natürlich, dass wir eine neue Halle bauen."



Neue Halle schon dieses Jahr?
Rund ein Jahr später befindet sich der Plan zur Errichtung einer neuen Wagenbauhalle mitten in der Umsetzung. "Wir hatten mehrere Gespräche mit der Stadt, mit den übergeordneten Behörden, mit unserem Architekten", berichtet der Präsident. Aufgrund von Bodenbelastungen am alten Standort wird die neue Halle auf demselben Grundstück errichtet, jedoch nicht an derselben Stelle wie der frühere Lokschuppen. Ein Gutachter hat die Fläche bereits freigegeben, und der geänderte Bauantrag wurde Mitte Januar bei der Stadt Neuwied eingereicht. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Bau im Frühling oder Frühsommer beginnen und die Halle bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Für die kommende Saison werden die Wagen jedoch noch nicht in der neuen Halle gebaut werden können. "Das geht vom Zeitfenster nicht", erklärt Schunkert. Da die Prinzen traditionell direkt nach Karneval mit dem Bau ihrer Wagen für die nächste Saison beginnen, wird die Große Engerser Karnevalsgesellschaft weiterhin auf die Unterstützung befreundeter Vereine angewiesen sein. "Zumindest mal, dass wir anfangen können zu bauen", hofft Schunkert. "Und vielleicht - das wäre natürlich ein absoluter Traum - dass nachher die Finalisierung der Wagen dann doch in der eigenen Halle noch stattfinden kann." (dpa/bearbeitet durch Red)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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