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Pressemitteilung vom 23.01.2026    

Neuwied startet Familiengrundschulzentren mit Auftaktveranstaltung

In Neuwied fiel der Startschuss für ein innovatives Bildungsprojekt: die Familiengrundschulzentren. Mehr als 60 Vertreter aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen, um den Weg für diese neue Form der Bildungs- und Familienförderung zu ebnen.

Kick-off-Veranstaltung in Neuwied (Fotos: Jürgen Gügel)

Neuwied. Mit einer Kick-off-Veranstaltung hat die Stadt Neuwied gemeinsam mit dem Bildungsministerium Rheinland-Pfalz den offiziellen Startschuss für die Einrichtung von Familiengrundschulzentren gegeben. Mehr als 60 Vertreter aus Ministerium, Schulaufsicht, Schulen, Wissenschaft, Verwaltung, Politik sowie zahlreiche Akteure der freien Träger und der Vereine aus den Sozialräumen kamen zusammen, um den gemeinsamen Weg zu diesem neuen Angebot der Bildungs- und Familienförderung zu beginnen.

Schulen als Ankerpunkt im Sozialraum
Die Stadt richtet Familiengrundschulzentren an der Sonnenlandschule, der Marienschule und der Geschwister Scholl Grundschule ein. Ziel ist es, Schule als offenen und vernetzten Ort im Stadtteil zu stärken. Bildung, Beratung, Unterstützung und Begegnung sollen dort künftig enger zusammenkommen und Familien niedrigschwellig erreichen.

Bürgermeister Peter Jung machte in seiner Rede deutlich, dass es der Stadt darum geht, Schule nicht nur als Lernort zu verstehen, sondern als zentralen Ankerpunkt im Sozialraum. "Familiengrundschulzentren leben nicht aus Aktenordnern heraus. Sie leben dort, wo Eltern Vertrauen fassen, wo Kinder sich willkommen fühlen und wo Unterstützung genau dort ankommt, wo Familien ihren Alltag leben", betonte Jung. Die Stadt schaffe die Rahmenbedingungen und unterstütze den Aufbau der Strukturen. Entscheidend sei jedoch das Engagement der Menschen vor Ort.



Elke Schott, Abteilungsleiterin im Bildungsministerium, hob in ihren Begrüßungsworten die in der Stadt Neuwied vorzufindenden Voraussetzungen in Form von engagierten Akteuren und sozialen Projekten hervor, die eine Basis für das Gelingen der Familiengrundschulzentren bilden würden. Man freue sich auf die künftige Zusammenarbeit. Impulsvorträge aus Wissenschaft und Praxis sowie Einblicke in bereits bestehende Modelle bildeten den Kern des Programms. Für die musikalische Gestaltung sorgten Schüler der Neuwieder Musikschule.

Familiengrundschulzentrum soll verbinden
Aus dem Blick der Schulen unterstrich Marienschulleiter Manuel Mouget, dass das Familiengrundschulzentrum weit mehr als ein neues Projekt ist. Es bedeutet einen Perspektivwechsel. "Schule wird damit zum Ankerpunkt für Familien. Viele Herausforderungen, die Kinder mitbringen, enden nicht an der Schultür. Genau hier setzt die Vernetzung im Sozialraum an", sagte Mouget. Entscheidend sei die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit allen Beteiligten.

Der Austausch der zahlreichen Akteure aus Schulen, Jugendhilfe, Vereinen, Beratungsstellen und weiteren Partnern rundete die Veranstaltung ab. Denn Familiengrundschulzentren sollen bestehende Strukturen besser miteinander verknüpfen, Angebote sollen gebündelt, Zugänge erleichtert und stabile Netzwerke aufgebaut werden, um Familien langfristig zu stärken. (PM)


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