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Pressemitteilung vom 22.01.2026    

Generationsübergreifende Kriegsfolgen im Fokus: Ein Abend des Austauschs in Linz am Rhein

In Linz fand ein Trialog statt, der die generationsübergreifenden Auswirkungen von Kriegserlebnissen thematisierte. Unter der Leitung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und des Gesundheitsamtes bot die Veranstaltung tiefgehende Einblicke.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Arbeit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) durchgeführt. Durch den Abend führten Sarah Berens und Julia Bröhling-Kusterer, unterstützt von Ralf Piesack. (Foto: Verena Bruchof/Kreisverwaltung Neuwied)

Linz am Rhein. Der jüngste Trialog in der ASD-Tagespflege "Im Rosengarten" in Linz widmete sich den weitreichenden Folgen von Kriegs- und Nachkriegserfahrungen, die noch heute das Leben vieler Menschen prägen. Organisiert von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) mit Unterstützung der Kreisverwaltung Neuwied, beleuchtete die Veranstaltung insbesondere die Erfahrungen von Kriegskindern und -enkeln.

Landrat Achim Hallerbach warnte im Vorfeld: "Wenn heutzutage vermehrt von sogenannter 'Kriegstüchtigkeit' die Rede ist, sollte man sich zugleich immer die schlimmen und lang anhaltenden Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen vor Augen führen, die zum größten Teil die Unschuldigen treffen." Diese Mahnung bildete den Rahmen für den Trialog, der die Auswirkungen nicht erzählter Geschichten und deren Einfluss auf die Genaktivität sowie mögliche Belastungen durch überfordernde Erzählungen thematisierte.

Entwicklung in der Kommunikation über Kriegserfahrungen
Ein weiterer Schwerpunkt war die veränderte gesellschaftliche Wahrnehmung: Während früher persönliche und familiäre Kriegserfahrungen oft unbesprochen blieben, gibt es heute zunehmend Raum für eine heilsame Auseinandersetzung. Ergänzend wurden Erkenntnisse aus der Arbeit mit älteren Menschen und dem Umgang mit demenziellen Veränderungen diskutiert.



"In einer offenen, warmen und persönlichen Atmosphäre entwickelten sich Gespräche, die mühelos noch weit über den offiziellen Rahmen hinaus hätten fortgeführt werden können. Teilnehmer brachten vielfältige Perspektiven ein und bereicherten den Abend durch offene Gespräche und persönliche Einblicke. Sowohl neue Mitwirkende als auch bekannte 'Stammgäste' trugen zu einem lebendigen Austausch bei", fasste Verena Bruchof, Psychiatriekoordinatorin des Landkreises Neuwied, zusammen.

Der Abend mündete in verschiedenen Anregungen für zukünftige Austauschformate. Interessierte konnten sich in eine Liste eintragen, um über kommende Veranstaltungen informiert zu bleiben. (PM/Red)


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